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„Horst Schlämmer sucht das Glück“: Hape Kerkeling zurück im Kino

Hape Kerkeling in seiner neuen Komödie „Horst Schlämmer sucht das Glück“, die jetzt in den Kinos läuft.
Hape Kerkeling in seiner neuen Komödie „Horst Schlämmer sucht das Glück“, die jetzt in den Kinos läuft. (Foto: Leonine Filmdistribution)

Hape Kerkeling ist mit seiner schlimmsten Figur zurück auf der Leinwand: Ab sofort läuft „Horst Schlämmer sucht das Glück“ in den Kinos.

So vorhersehbar Hape Kerkelings „Horst Schlämmer“-Fortsetzung beginnt, so wohltuend läuft sie irgendwann ordentlich aus dem Ruder. Die Komödie „Horst Schlämmer sucht das Glück“ läuft ab sofort in den Kinos. Hier finden Sie die Rezension, Unser Interview mit Hape Kerkling können Sie hier lesen.

Vorher durchstreift Hape Kerkelings Titelfigur von Grevenbroich aus ganz Deutschland, um irgendwo das Glück zu finden, begleitet von der 25-jährigen Kamerafrau Anna aus der Online-Redaktion des Grevenbroicher Tageblatts. Doch so schnell er seinen Führerschein wegen Kiffens am Steuer los ist und sie beide in der Folge trampen oder mit der unpünktlichen Bahn fahren müssen, so schnell ist auch die Suche nach dem Glück vorbei. Und damit folgt die Schwäche des Films, denn: „Gaststars“ wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder oder der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki haben entweder nichts zu sagen (Woelki) oder machen ungestört für sich Eigenwerbung (Söder). Für den Film sind sie belanglos. Hape Kerkeling ist neben der Heldenfigur des Horst Schlämmer noch in etlichen weiteren Rollen zu sehen, die aufgrund von Wachträumen oder durch TV-Konsum Schlämmers überhaupt erst entstehen und sich immer weiter steigern bis zur hin zur Katastrophe: Sein Idol ist die von der Comedienne Tahnee Schaffarczyk gespielte Gaby Wampel, eine unerträgliche Schauspielerin, die in unerträglichen TV-Serien die Hauptrolle spielt und deren Sidekick immer von Kerkeling gegeben wird. Der Höhepunkt des Films aber ist Hape Kerkelings Auftritt selbst, denn: Horst Schlämmer entert eine Buchpräsentation Kerkelings in Hamburg und zwingt seinen Schöpfer zum Interview. Was Kerkeling nicht nur nutzt, um auf der Bühne exzessiv die Sau rauszulassen, sondern sich im Interview auch als unglaubliches Arschloch zu inszenieren. Es ist der Moment des absolut befreiten Auflachens, des dunkelsten Moments im Film. Am Ende findet Schlämmer das Glück als solches selbstverständlich nicht, auch wenn er sogar beim Lachyoga gesucht hat oder auf dem Krabbenkutter und dann sogar bei den Parvenüs auf Sylt und beim organisierten Verbrechen Berlins. Nur eines könnte sein: Dass Horst Schlämmer ganz privat das Glück findet. Man weiß es nicht genau, aber Indizien sind da.

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