- Review
Hugo Race Fatalists: Taken by the Dream
Bad-Seeds-Mitgründer Hugo Race hat sein neues Album im sonnigen Sizilien aufgenommen – von süditalienischer Leichtigkeit ist aber noch immer keine Spur.

Hugo Race bedient sich beim Songwriting eines wiederkehrenden Musters: Er entwirft düstere Bilder von führerlosen Schiffen, fingerlosen Bogenschützen oder gestohlenen Autos – und dann geht es meist um eine Liebe, die nicht wirklich funktionieren kann, weil sie im Würgegriff dunkler Mächte gefangen ist. Ja, ein Gutelauneonkel ist der Mitgründer der Bad Seeds nicht, sondern einer, der geschundenen Seelen den Soundtrack zum Ausleben ihrer Alltagdepression liefert. „Taken by the Dream“ wurde im sonnigen Sizilien aufgenommen, doch von süditalienischer Leichtigkeit haben die Songs nichts abbekommen. Dafür clever gesetzte Gitarrensounds zwischen crispem Wüstenrock, verhallten Gruftsounds und locker gezupften Akustiktönen. Unerwartet einsetzende Frühjahrseuphorie lässt sich mit dem neuem Werk des Australiers nachhaltig bekämpfen. Die Fatalisten machen ihrem Namen alle Ehre. ron
Musik

- Tourneen

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Hörenswert

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- Gewinnspiele
