MUSIK

Hyperdub: HyperSwim

Hyperdub – Hyperswim
Hyperdub

Wenige Labels haben die elektronische Musik im aktuellen Jahrhundert so geprägt wie Hyperdub, das seit nunmehr 15 Jahren Standards in den Bereichen Dubstep, Garage und Grime setzt – Burial hat zuerst auf dem Londoner Label veröffentlicht, und auch weitere essenzielle Acts wie Darkstar oder Dean Blunt entstammen dem Hyperdub-Umfeld. Wenn das von Kode9 gegründete Plattenlabel nun gemeinsam mit Adult Swim sein 15-jähriges Bestehen zelebriert, ist das nicht etwa eine zufällige Aneinanderreihung von Tracks – hier handelt es sich um ein genreumspannendes- und übergreifendes Essenzwerk: Natürlich ist mit Burial der größte Name des Labels vertreten, der seinen atmosphäretrunkenen und geräuschumflorten Signature-Sample-Sound auf „Old Tape“ auch mit stadionesken Riffs und an der Grenze zur Cheesiness operierenden Trance-Bezügen vereint bekommt.

„Hyperswim“ ist mehr als nur ein Hyperdub-Sampler

Aber auch sonst reiht sich 19 Tracks lang Höhepunkt an Höhepunkt: MHYSA staffiert skelettierten Slow-Motion-EDM mit Ahnungen von R’n’B aus, Produzent Okzharp und Künstlerin Manthe Ribane legen bruchstückhafte Vocals und betörend dunkle Synthieflächen unter stolpernde Beats, der collagenhafte Sound von Prok Fiscal gemahnt an den frühen Hudson Mohawke und klingt doch ganz eigen – und wenn die Aufzählung an dieser Stelle endet, liegt das nur am zur Verfügung stehenden Platz. Erstaunlich ist am Ende vor allem, wie gut „HyperSwim“ nicht nur als Compilation, sondern auch als Album funktioniert.

„HyperSwim“ ist am 23. 11. auf Hyperdub erschienen. Das Album könnt ihr auf Spotify hören und bei Amazon kaufen.

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