Immer ein Schritt von Streichelt: Mit Melancholie aus der zweiten Reihe
Der Nürnberger Sänger Streichelt hat am 23.10. seine finale Single vor dem Release seines Debütalbums im November veröffentlicht. Darin fängt er das Gefühl der Abkapselung ein.

In seiner Single „Immer ein Schritt“ singt Streichelt über das Gefühl, das Leben aus der zweiten Reihe zu beobachten. Es ist die letzte Single des Nürnberger Künstlers, bevor sein Debütalbum „Nur nicht die Norm“ am 20.11. veröffentlicht wird. Für den Sänger ist es ein outputreiches Jahr, erst im Februar diesen Jahres ist seine letzte EP „Rosenkrieg“ erschienen.
Während die meisten der sechs bereits erschienenen Tracks des Albums eher schnell und tanzbar sind, stellt „Immer ein Schritt“ einen Bruch dar. Es ist ein ehrlicher und melancholischer Song, der mit wenigen Worten von dem Gefühl eines starren Beobachtens und einer deprimierenden Handlungsunfähigkeit handelt. Dennoch lässt sich Streichelt von diesen Gefühlen nicht lähmen: Nach dem Chorus „Immer ein Schritt hinter der Menge“ folgt immer auch die Hoffnung, dass dieses Gefühl irgendwann überwunden sein wird und das Leben wieder anfängt.
Hintergrund des Songs war eine lange Erkrankung des Sängers, wegen welcher er knapp ein halbes Jahr kaum das Haus verlassen konnte. Diesem Gefühl des abgeschottet seins gibt er in seiner jüngsten Single einen Klang, der an weitere Künstler aus der Neue Neue Deutsche Welle erinnert. Nach Release des angekündigten Albums geht es für den Indie-Musiker auf für drei Wochen auf Tour quer durch Deutschland.
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