- Review
Freundschaft in Zeiten von Corona
Mit ihrer neuen Single „Freunde“ hat Iuma den passenden Soundtrack für die Zeit im Lockdown geschrieben.

Das Thema dürfte aktuell so ziemlich allen bekannt vorkommen: Man verbringt viel Zeit alleine, sieht die Freunde nur selten, und wenn, dann am ehesten im Videochat. In der neuen Single von Iuma geht es genau darum. „Freunde“ ist ein Song über das Alleine-Sein und den Wunsch, die Grenzen der digitalen Welt zu überwinden.
Dabei wirkt es fast prophetisch, dass die Kölner Musikerin den Song lange vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie geschrieben hat. „Tränen laufen auf und ab in meinem Stream“, singt Iuma und kreiert damit ein Bild, das sowohl das Leben im Lockdown beschreibt als auch das Symptom der digitalen Melancholie und den Wunsch, anstelle der Likes, Shares und Comments tatsächliche Nähe zu empfinden.
Das Video zu der neuen Single entstand mit der Hilfe von Iumas Freund*innen im Videochat. „Wir können zusammen tanzen, Spaß haben und lachen“, erzählt die Sängerin. „Und trotzdem fehlt die echte Verbindung. Das ist extrem weird und auch ein bisschen traurig. Aber Freunde sind so wichtig, um diese Situation irgendwie zu meistern.“
Am Ende des Videos ist Iuma wieder alleine in ihrem Zimmer zu sehen. Aber dennoch vermittelt das Video, wie viel Energie in den kurzen Momenten des Zusammenseins entstehen kann. Und die wird umso größer sein, wenn man sich in der Zukunft wieder abseits der Bildschirme sehen kann.
Musik


Too close for Running - Aron!

Ansingen gegen die Angst: Lael Neale geht auf Tour
Hörenswert

- Storys
Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

The fatal Flaw: Paris Palomas Schlacht gegen KI und Patriarchat
Paris Paloma kämpft auf „The fatal Flaw“ gegen KI in der Kunst und patriarchale Systeme. Ein Album wie ein Kampfschrei, der nicht loslässt.
