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IUMA veröffentlicht neue Single „Fallen“

Mit „Fallen“ legt die Kölner Sängerin IUMA ihre zweite Single vor – und besticht mit einem besonderen Gespür für lyrische Komplexität.

Es ist ein sich haltendes Vorurteil, dass Popmusik zwangsläufig einfach wäre, dabei sind Massentauglichkeit und Komplexität schon längst keine unvereinbaren Begriffe mehr. Die Kölnerin IUMA ist sich dem bewusst: Schon mit ihrer im Juni veröffentlichten Single „Spiel“ gelang es der Sängerin aktuelle Trends aufzugreifen, ohne sich ihnen anzubiedern. Dass es sich dabei nicht um eine Eintagsfliege gehandelt hat, beweist IUMA nun auch mit ihrer neuen Single „Fallen“.

Der Track beginnt ganz leise: Synthethische Vocoder-Klänge und IUMAs Stimme (Produktion: Tytus) sind genug, um die melancholische Stimmung zu erzeugen, die den Track bis an sein Ende trägt. Vor allem besticht „Fallen“ aber durch seine lyrische Vielschichtigkeit: „Ich fall ich fall ich fall in dich/du fällst du fällst du fällst in mich“, heißt es zu Beginn der ersten Strophe. So wenig Neues diese Phrase auf den ersten Blick auch bietet, zeichnet es IUMA aus, dass sie das Bild des Fallens nach diesem Einstieg nicht loslässt, sondern metaphorisch weiter verarbeitet: Wenn sie in dem Song vom Fallen spricht, ist man sich nie wirklich sicher, ob es um Absturz geht, oder das das englische „Falling in Love“. Und auch eine weitere Ebene bedient die Sängerin in ihrem Text, die eng mit dem Fallen verknüpft ist: das Loslassen. „Wir könnten tief fallen/man weiß es nie/lass es uns wagen“, singt sie.

IUMA selbst sagt über den Song, dass er „Kritik an der Fremdbestimmung und Schnelllebigkeit in unserer Gesellschaft“ üben und „Mut für Eigenständigkeit, sich von alten Beständen und Ängsten zu lösen“ machen soll. In dieser Hinsicht wirkt ein Bild, das sie am Ende ihres Songs kreiert besonders nach: „Lass uns sterben für die Liebe/wie eine Eintagsfliege/morgen sind wir tot “, singt sie. Solange der Abgrund nicht erreicht ist, fühlt sich das Fallen für einen kurzen Moment wie Fliegen an.

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