J.D. Salinger: Die jungen Leute. Drei Stories

Vorweg: Die drei erstmalig ins Deutsche übersetzten Geschichten aus dem Nachlass J.D. Salingers sind kurz. Sehr kurz. Dass lange Vorreden verzichtbar sind, bewies Salinger bereits 1953 eindrucksvoll mit seinen „Neun Erzählungen“, und auch die Miniaturen in „Die jungen Leute“ beherrschen den direkten Einstieg. Sie erreichen nicht etwa die Erzählkraft von „Der lachende Mann“ oder die flanierende Leichtigkeit von „Die blaue Periode des Herrn de Daumier-Smith“, doch vor allem die dritte Geschichte „Einmal die Woche bringt dich schon nicht um“ rührt an, in bester Salinger-Manier. Natürlich macht dieses Fragment neugierig, ob Salinger der Nachwelt noch mehr vermacht haben mag. Und zudem ist bereits das hochtrabende und überschwängliche Nachwort von Thomas Glavinic lesenswert.
Literatur


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In Wildboden erzählt Constantin Lieb von der letzten Lebensphase des Malers Ernst Ludwig Kirchner und seiner Partnerin Erna Schilling im Schweizer Exil.