Zum Inhalt springen

TV-Tipp: Javier Bardem ist „Biutiful“

Jahre vor Leonardo DiCaprio in „The Revenant“ ließ Regisseur Alejandro González Iñárritu Javier Bardem leiden – nur nicht in der Wildnis, sondern in der Großstadt. Unser Spielfilm-Tipp

Auch wenn sich Alejandro González Iñárritu nach „Babel“ und „21 Gramm“ vorgenommen hatte, mal nicht episodenhaft, sondern gradlinig zu erzählen – ein konventioneller Film ist dabei noch lange nicht herausgekommen. Gute 150 Minuten sehen wir dem krebskranken Uxbal (Javier Bardem) dabei zu, wie er sein Leben angesichts des nahen Todes auf die Reihe zu bekommen versucht. Sein Leben, das besteht aus zwei Kindern, einer Ehefrau mit bipolarer Störung und seinen Geschäften mit illegalen Einwandern. Und er kann auch mit Toten reden. Iñárritu macht daraus ein Drama mit einem umwerfenden Bardem im Zentrum. Der ist das Leiden Christi, zärtlicher Vater und skrupelloser Geschäftsmann, er sucht nach Frieden und Erlösung und kann doch das Leben nicht loslassen. Die Kamera kriecht in die Gesichter, jagt durch die düsteren Viertel Barcelonas. Unschärfen in den Bildern, die Ausbrüche ins Mystische und der oft irritierende, aus Klangclustern montierte Soundtrack wirken dabei nicht wie Formspielereien, sondern fügen sich schlüssig zu einem Ganzen. Das ist auf grandiose Weise prätentiös und größenwahnsinnig. Axel Schock

„Biutiful“ läuft um 22:40 Uhr auf Servus TV.

Beitrag teilen:
kulturnews.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.