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Jazz Sommer im Bayerischen Hof: Das braucht die Welt

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Alfredo Rodriguez eröffnet mit seinem Trio den Jazz Sommer 2026. (Foto: Gabriela Gabrielaa)

Unter dem Motto „What the World needs now“ versammelt der Bayerische Hof Jazzstars aus aller Welt, um für Gemeinschaft einzustehen.

Na klar, Jazz kann man zu allen Jahreszeiten hören. Und doch ist da etwas in der Musik, das ganz besonders zum Sommer passt. Vielleicht die Tatsache, dass Jazz mehr als alle anderen Genres von Liveperformance und Improvisation lebt. Die Betreiber:innen des Jazz Sommers im Bayerischen Hof wissen das schon seit langem. Und auch 2026 sorgen sie wieder für ein exquisites Programm. Kein Wunder, ist der Jazz Sommer doch das einzige internationale Jazzfestival Münchens. Vom 28. 7. bis zum 1. 8. spielen Stars aus aller Welt insgesamt sechs Konzerte im Hotel Bayerischer Hof.

Das Motto in diesem Jahr: „What the World needs now“. Denn es sind nicht irgendwelche Künstler:innen, die 2026 nach München kommen. Sie alle sind sich auch ihrer Verantwortung bewusst, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, auch jenseits der Musik. Und so setzen sie sich alle für diverse Projekte ein und stehen für Gemeinschaft, Offenheit und Toleranz – eben das, was die Welt gerade braucht.

Am 28. 7. eröffnet das Alfredo Rodriguez Trio um den kubanischen Pianisten Alfredo Rodriguez (Foto) das Festival. Als jüngste in einer langen Reihe von kubanischen Jazzlegenden musste auch Rodriguez seine abgeschottete Heimat verlassen, um eine internationale Karriere zu starten. Im Alter von 24 Jahren emigrierte er in die USA – mithilfe von Quincy Jones, der den jungen Musiker entdeckt hatte. Als Brückenbauer zwischen Kulturen und Musikstilen passt Rodriguez perfekt zum diesjährigen Motto des Jazz Sommers.

In den folgenden Tagen gibt es weitere Konzerte, die für kulturellen Zusammenhalt stehen: Der deutsche Trompeter Joo Kraus steht mit dem Sirius Quartet aus New York auf der Bühne, der in Montreal als Sohn haitianischer Eltern geborene Jowee Omicil trifft auf die marokkanische Sängerin Malika Zarra, und Daniel Garcia Diego und sein Trio kombinieren Jazz, Flamenco und arabische Einflüsse. Doch auch eine Tragödie sollte nicht unerwähnt bleiben: Das ursprünglich geplante Eröffnungskonzert mit der südafrikanischen Legende Abdullah Ibrahim musste kurzfristig abgesagt werden, anschließend verstarb Ibrahim am 15. Juni im Alter von 91 Jahren. Sein musikalischer Kampf gegen die Apartheid prägt jedoch weiterhin den Ethos des diesjährigen Jazz Sommers.

Zusätzlich zu den Konzerten gibt es ein Rahmenprogramm mit Live-Acts, Ausstellungen und Konzertfilmen. Alle Informationen und Tickets gibt es auf der Webseite des Bayerischen Hofs.

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