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Jennifer Benkau: Mit Rosen bedacht

Wie gut kennt man die Person, die man liebt? Diese quälende Frage muss sich Wanda stellen, nachdem ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit schwer verletzt wird und ins Koma fällt. Als sie sich um seine Angelegenheiten kümmert, entdeckt Wanda, dass Karim Geheimnisse hat, von denen sie nie wissen sollte. Im Handumdrehen ist auch ihr Leben in Gefahr … „Mit Rosen bedacht“ ist eine thematische Mischung aus Stephen Kings Roman „Eine gute Ehe“ und dem US-Film „Während du schliefst“. Oberflächlich wurde die Geschichte um Vertrauensmissbrauch und dem Wolf im Schafspelz ja schon x-fach erzählt. Die potenzielle Gefahr, die im Trivialen liegt, macht immer wieder den Reiz dieser Plots aus. Im Fall von Jennifer Benkaus Werk ist es die junge Frohnatur Wanda, die von einem Moment auf den anderen im unüberblickbaren Chaos steht und sich selbst heraushelfen muss. Benkau verzichtet bei „Mit Rosen bedacht“ völlig auf Mysteriöses und Fantastisches, wie man es von ihren bisherigen Romanen gewohnt ist. Dieser Genrebruch gelingt ihr vor allem wegen der glaubwürdigen, vom Schicksal und ihren Emotionen überforderten, aber trotzdem starken Hauptfigur Wanda gut.

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