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Postbank ClubtippJüdische Kulturtage Berlin: Mit Köpfchen gegen Nazis
Die Jüdischen Kulturtage Berlin zu besuchen, ist in diesen Zeiten erste Bürgerpflicht. Denn die Gerechten müssen Verantwortung übernehmen.

„Zadikim –Zeit für Gerechte“ – ein kraftvolles Motto, unter dem die 39. Jüdischen Kulturtage Berlin laufen.
Denn man muss leider eingestehen: In diesen unseren Zeiten der AfD-Wahlerfolge und des neu entflammten Antisemitismus ist es in Deutschland erschreckenderweise nicht mehr ohne Risiko, ein jüdisches Kulturfest zu veranstalten, Umso wichtiger, richtiger und ungeheurer mutiger ist es, es doch zu tun. Jeder und jede sollte hingehen und so der jüdischen Community der Hauptstadt vor Ort seine Solidarität ausdrücken. Denn wenn an einem Ort Alice Weidel Hetzreden hält, müssen an anderen Orten Gerechtigkeit, Verantwortung und Zusammenhalt gelebt und praktiziert werden.

Intendant Avi Toubiani sagt: „Zadikim ist das hebräische Wort für die 36 Gerechten. Im Talmud erscheinen sie als Menschen ohne Status, ohne Stimme oder öffentliche Anerkennung – und sind doch von entscheidender Wirkung: Sie halten die Welt im Gleichgewicht. Allerdings bleibt ihr Handeln verborgen, selbst ihnen. Sie sind somit stille Träger von Verantwortung. Gerade in heutigen Zeiten, in denen wir spüren, dass die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, brauchen wir wieder einen funktionierenden moralischen Kompass. Die Zeit der Gerechten ist wieder angebrochen.“
Vom 12. bis 22. November kann man daher zuhören und gemeinsam feiern; auf Bühnen, in Synagogen oder Kinos wird jüdischer Gegenwart erlebbar, bei Ausstellungen, Konzerte, Führungen, Lesungen, Gespräche und Vorträge, Filme und Workshops sowie Performances. Unter anderem zu Gast sind der israelische Mentalist Lior Suchard und das Orto-Da Theatre aus Tel Aviv, das Denkmäler lebendig werden lässt für einen eindringlichen Abend über Erinnerungskultur.
Das ganze Programm und Tickets gibt es hier.
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