Juliette

Noch letzten Herbst spielte sie im Hamburger Delphi Palast in einem Musical, das heftig verrissen wurde. Heute ist sie berühmt, und die Boulevard-Presse tratscht über ihre Affären. Denn Juliette Schoppmann schaffte es in der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“ bis in die Endausscheidung. citymag sprach mit der ehrgeizigen Sängerin.

citymag: Juliette, wie gehst du mit der plötzlichen Bekanntheit um? Das ist ja ein Bruch in der Biografie.

Juliette Schoppmann: Ich bin ganz glücklich. Ich will eine Solokarriere machen, und jetzt habe ich die große Chance, das zu verwirklichen. Wir letzten Zehn haben das große Glück, dass uns aufgrund der Popularität so viele Türen geöffnet werden. Damit umgehen? Ich weiß nicht, das hört sich so negativ an. Es ist aber eigentlich ein Traum – genau das, was ich wollte.

citymag: Unter den Übriggebliebenen gibt es völlig unterschiedliche Typen. Welche Rolle spielst du?

Schoppmann: Ich denke, wir alle sind, wie wir sind. Es ist keiner da, der uns irgendwas vorspielt. Es wäre auch viel zu anstrengend, 24 Stunden am Tag zu spielen. Das würde keiner durchhalten.

citymag: Wie geht ihr mit den Vorwürfen der Manipulation um?

Schoppmann: Neider muss man sich hart erkämpfen. Das haben wir geschafft! Wunderbar! Die Wahrheit wird sich eh rausstellen, und wir werden alle noch was zu lachen haben.

citymag: Dieter Bohlen sagte über dich: „Sie ist jetzt schon ein Profi, da kann sich Sarah Connor warm anziehen.“ Hast du Angst, dass die Fernsehzuschauer denken, du seist zu sehr Profi – und dich rauswählen?

Schoppmann: Das kann natürlich passieren. Das ist ja das Wahnsinnige an der ganzen Show: Deutschland ist unberechenbar. Ich kann jetzt mit gar nichts mehr rechnen. Erstens bin ich nicht mehr objektiv genug, weil ich alle sehr gerne habe. Zweitens weiß man einfach nicht mehr, wonach die Leute eigentlich gehen.

citymag: Ihr habt es immer weniger selbst in der Hand?

Schoppmann: Wir hatten es von Anfang an nicht in der Hand. Wir können unser Bestes geben, aber am Ende hat Deutschland es in der Hand.

Interview: Jürgen Wittner

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