FILM

Kämpfer gegen Diskriminierung

Kirk Douglas in Spartacus
Kirk Douglas in SpartacusFoto: Universal Pictures Home Entertainment

Issur Danielowitsch Demsky, wie „Spartacus“-Darsteller Kirk Douglas wirklich hieß, sah sich als Sohn jüdischer Immigranten Zeit seines (Star)Lebens aufgrund seiner Herkunft diskriminiert. Das allein ist nun natürlich keine tolle Leistung – doch Douglas stellte sich deswegen auf Seiten der ebenfalls Diskrimierten, zu einer Zeit, als Rechtskonservative wie John Wayne, John Ford, Charlton Heston oder Howard Hawks vermehrt das Sagen hatten in Hollywood. Darüber hinaus spendete Douglas in seinem langen Leben fast sein gesamtes Vermögen von 80 Millionen (!) US-Dollar an Schulen, medizinische Einrichtungen und andere Non-Profit-Organisationen.

Spartacus: vier Oscars als Belohnung

Bei Stanley Kubricks „Spartacus“, der nun in einer 4k-Ultra-HD-Version auf Blu-ray erschienen ist, verpflichtete Produzent Kirk Douglas den Drehbuchautor Dalton Trumbo. Dieser war zuvor wegen seiner Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei im Zuge der Kommunistenhatz unter Senator Joseph McArthy auf die Schwarze Liste des Komitees für unamerikanische Umtriebe (HUAC) gesetzt worden, was einem Berufsverbot gleichkam, und saß sogar für elf Monate im Gefängnis. Douglas setzte Trumbo an prominente Stelle in den Vorspann des Films. Der Lohn für Douglas’ klarere Haltung gegenüber politischer Diskrimierung: auch vier Oscars.

Und abgesehen davon sind es natürlich die brillanten Bilder des Epos „Spartacus“, die ein 4K-Ultra-HD-Bild wünschenswert machen bei diesem Klassiker, der vom Sklavenaufstand im antiken Rom handelt und mit 198 Minuten Lauflänge keine Minute zu lang ist. War Douglas je vibrierender, sein Körperlichkeit je besser begründet und passender für eine Rolle als für die des Sklavenanführers? Die Antwort ist: nein. Passend zu Douglas‘ liberalen, sehr modernen Ansichten gibt es auch übrigens eine Szene, in der antike Bisexualität gezeigt wird.