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Kulinarische Gewohnheiten – Ein Blick auf verschiedene Teile der Welt

Die Kulinarik ist ein wichtiger Teil des Alltags der Menschen sowie der Kulturen. Neben der reinen Nahrungsmittelaufnahme spielt der Genussfaktor dabei eine wichtige und entscheidende Rolle.

auf diesem Bild sieht man verschiedenste Speisen aus unterschiedlichen Ländern - z.B: eine Salami-Pizza, Gyoza und Udon-Nudelgerichte.

In unterschiedlichen Teilen der Welt haben sich verschiedene Formen der Kulinarik mit unterschiedlichen Zutaten, Traditionen und Gewohnheiten entwickelt. Wir geben einen Überblick, was es wo zu entdecken gibt.

Zum Einstieg: Bedeutung der Qualität der Lebensmittel für kulinarischen Genuss und die Gesundheit

Damit Kulinarik genossen werden kann, spielt die Qualität der Lebensmittel, die bei der Zubereitung verwendet werden, eine entscheidende Rolle. Dies gilt unabhängig von der jeweiligen kulinarischen Kultur.

So können Gerichte, die nach gleichem Rezept zubereitet werden, durch die konkreten Zutaten (zum Beispiel Fleisch aus Massentierhaltung vs. Fleisch mit Bio-Qualität) und Zubereitungsweisen deutlich beeinflusst werden.

Daher haben sich über die Zeit neben der kulinarischen Kultur in einigen Teilen der Welt Standards entwickelt. Diese sollen zusätzlich zu einem gewissen Genussfaktor die Sicherheit und Gesundheit der Verbraucher schützen.

Unter anderem gelten diese für die Abläufe in einem Restaurant, aber auch für die Produktion der Nahrungsmittel. Für Letztere gibt es im Rahmen der sogenannten Good Manufacturing Practice eine Reihe von Richtlinien, die hauptsächlich für die Herstellung von Arzneimitteln entwickelt wurden.

Gleichzeitig spielen sie bei der Produktion von Lebensmitteln eine Rolle. Hier ist unter anderem relevant, dass die jeweiligen Produkte durch die Verpackungsmaterialien nicht verunreinigt werden. Solche und ähnliche Richtlinien werden unter anderem in Europa und in den USA umgesetzt.

Europäische und westliche Kulinarik

Viele Bestandteile der westlichen Kulinarik spielen im Alltag der Menschen in Deutschland sicherlich eine wichtige Rolle. Allerdings gibt es hier deutliche Unterschiede, was sich bei einem Blick auf die europäischen Länder und die USA zeigt.

Vielseitige Kulinarik in Europa

Auf diesem Bild sieht man Kartoffelsalat in einem kleinen weißen Schälchen und einer Gabel davor.

Wie vielseitig die in Europa üblichen Speisen sind, wird anhand der deutschen, französischen und italienischen Küche deutlich. Für die deutsche Küche gelten unter anderem als typisch:

  • Kartoffelsalate mit regional beeinflussten Unterschieden,
  • Knödel,
  • Schweinsbraten und Schweinshaxe
  • sowie Bratwurst, Currywurst und Weißwurst.

Die Beispiele zeigen, wie deftig die deutsche Küche ist. Gleichzeitig sind sie ein Beleg für eine gewisse Kreativität, was vor allem für die Kreation der Currywurst gilt, die Ende der 40er-Jahre von einer Berliner Imbissbudenbesitzern entwickelt wurde.

Die Küche unseres Nachbarlandes Frankreich bietet deutlich ausgefallenere Gerichte – zumindest gemessen an den kulinarischen Gewohnheiten, die hierzulande üblich sind. Zu den Köstlichkeiten des Landes zählen unter anderem:

  • die Bouillabaisse,
  • Schnecken
  • sowie Flammkuchen.

Die Bouillabaisse ist eine Fischsuppe, die aus dem Süden des Landes stammt. Hierfür werden je nach Geschmack verschiedene Fischsorten sowie Meeresfrüchte verwendet – die Zubereitung lässt also eine gewisse Flexibilität und Kreativität zu.

Schnecken werden mit Butter und einer Kräutersauce in einer speziellen Pfanne überbacken. Das Gericht stammt aus der Region Burgund. Flammkuchen wiederum stammen traditionell aus dem Elsass. Als Grundbelag dienen Sauerrahm, Speck und Zwiebeln.

Allerdings gibt es verschiedene kreative Varianten, bei denen unter anderem Obstsorten die Birnen eine Rolle spielen. Italien ist ebenfalls für eine Reihe von typischen Speisen bekannt. Dazu zählen:

  • Pizza,
  • Pasta-Gerichte
  • sowie verschiedene Fischgerichte.

Wichtige Zutaten für diese Gerichte, auf deren Qualität die Italiener oftmals hohen werden legen, sind Olivenöl, Tomaten, Knoblauch und Kräuter wie Rosmarin und Basilikum. Hochwertiger Käse spielt gerade für Pizza und Pasta ebenfalls eine große Rolle.

Kulinarik in den USA

Die Spezialitäten der US-amerikanischen Küche sind oftmals fleischhaltig und deftig. Zu den bekannten Gerichten, die typisch für die Staaten sind, zählen unter anderem:

  • Burger,
  • Hot Dogs,
  • und Chicken Wings.

Burger sind in den USA ein echter kulinarischer Klassiker, der einige Kreativität bezüglich des Belags zulässt. Oftmals gibt es als Beilage verschiedene Arten von Fries (zum Beispiel herkömmliche Pommes frites oder Curly Fries) zur Auswahl.

Ein gut belegter Hamburger, mit Käse, Salat, Schinken und Fleisch.

Hot Dogs, also Brötchen mit einer Wurst sowie Ketchup und Senf, sind ein beliebter Snack für zwischendurch. Dabei dürfen weitere Zutaten wie Essiggurken oder Röstzwiebeln nicht fehlen. Traditionell gibt es Hot Dogs unter anderem bei Baseballspielen.

Chicken Wings wiederum werden in den USA oftmals in panierter oder marinierter Form serviert. Besonders bekannt sind die Buffalo-Wings, die in den 60er-Jahren in einer Bar in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat New York entwickelt wurden. Nach der Zubereitung in der Fritteuse werden diese Flügel mit einer scharfen Sauce, die den finalen Geschmack ausmacht, bestrichen. Dazu gibt es traditionell Blauschimmelkäse und Selleriestreifen.

Kulinarik in Asien

Die asiatische Kulinarik bietet eine hohe Vielfalt und exotische Geschmackserlebnisse. Dies liegt unter anderem an den genutzten Zutaten. Deutlich wird dies bei einem beispielhaften Blick auf die Kulinarik in Thailand und Japan.

Beispiel Thailand

In der thailändischen Küche werden Geschmackserlebnisse durch eine Reihe von Kräutern und Gewürzen kreiert, die in vielen Gerichten eine Rolle spielen. Dazu gehören vor allem:

  • Galgant,
  • Ingwer,
  • Zitronengras,
  • Thai-Basilikum,
  • Koriander
  • sowie die Kaffir-Limette.

Zusätzlich werden verschiedene Pasten und Saucen in einigen Gerichten verwendet. Vor allem rote und grüne Currypaste sowie Sojasauce, Fischsauce und Austernsauce sind Bestandteile vieler Speisen.

Suppen wie die scharfe Tom Yam Gung, deren Hauptzutat Garnelen sind oder die Tom Khaa Gai, die unter anderem aus Hähnchen und Kokosmilch besteht, sind beliebt. Pad Thai, eine Pfanne aus gebratenen Reisnudeln, die auf unterschiedliche Weise zubereitet werden kann (zum Beispiel mit Hähnchen), zählt zu den Nationalgerichten des Landes.

Wer statt Nudeln lieber Reis mag, greift auf eine Kao Pad, Gericht aus gebratenem Reis und verschiedenen weiteren Zutaten, zurück. Für Liebhaber eines hohen Schärfegrades gibt es gelbes, rotes und grünes Curry, wobei das grüne Curry das mit Abstand schärfste ist. Zubereitet werden die Currys in verschiedenen Varianten mit Fleisch oder Fisch, dazu gibt es Reis.

Beispiel Japan

Japan bietet ebenfalls eine Reihe von verschiedenen Speisen, die ganz individuellen Genuss versprechen. Dazu gehören:

  • Sushi,
  • Ramen
  • sowie Okonomiyaki.

Sushi ist die wohl bekannteste japanische Spezialität, die aus Reis, verschiedenen Fischsorten und weiteren Zutaten hergestellt wird. Dabei wird im Heimatland dieses Gerichtes wert auf kleinste Details gelegt.

Eine Platte mit unterschiedlichen Sushi-Rollen. Einige davon mit Algen umhüllt, andere mit Lachs.

Hierzu zählen die Festigkeit, die Textur und die exakte Menge des genutzten Reises. Beim Fisch spielt die Qualität eine große Rolle. Oftmals gibt es auf den Märkten sogar Versteigerungen. Übrigens sollte das Sushi immer mit der Fischseite in die Sojasauce getaucht werden.

Ramen sind Nudelsuppen, die es in verschiedenen regionalen Varianten mit unterschiedlichen Zutaten und Zubereitungsweisen gibt. Okonomiyaki wiederum sind japanische Pfannkuchen, die mit verschiedenen Zutaten belegt werden. Statt Wasser wird für den Teig Dashi-Brühe verwendet, was für einen besonderen Geschmack sorgt.

Kulinarik in Afrika

Afrika bietet ebenfalls eine große kulinarische Vielfalt. Die nordafrikanischen Länder sind für viele stark gewürzte Gerichte bekannt, die Einflüsse aus der arabischen und mediterranen Kochkultur mitbringen.

Nordafrikanische Küche

Unter anderem gibt es Spieße und Fleischbällchen aus Lammfleisch und Rindfleisch. Bekannte Gewürze, die in der nordafrikanischen Küche Verwendung finden, sind Minze und Safran.

Harissa wiederum ist eine äußerst scharfe Paste aus vielseitigen Gewürzen, bei deren Zubereitung Chili eine entscheidende Rolle spielt. Eine typische Beilage ist der Tabouleh, ein Salat aus Bulgur, der mit Olivenöl, Pfefferminze, Zitronensaft und Petersilie zubereitet wird.

Die Küche der Subsahara

Die Küche Westafrikas wiederum ist ebenfalls für eine besondere Beilage bekannt. Dieser Brei wird traditionell aus Kochbananen und Maniok zubereitet. Alternativ können auch Süßkartoffeln, Mais oder Yamswurzeln genutzt werden.

In Ghana trägt der Brei den Namen Foufou, in Kenia wird er Ugali genannt. Die kulinarische Kultur Ghanas ist außerdem bekannt für lange garende Suppen sowie Gerichte aus Räucherfleisch. In Südafrika wiederum ist für das Braai-Grillen mit unterschiedlichen Zutaten Tradition.

Eritrea und Äthiopien bieten ein besonderes Fladenbrot, das sogenannte Injera, welches aus Sauerteig besteht. Diese Speise dient den Einheimischen als Beilage und Besteck zugleich. Ebenfalls bekannt in der Region ist die Gewürzmischung Berbere.

Kulinarik in Südamerika

Die südamerikanische Küche bietet Kulinarik-Fans ebenfalls ganz eigene Traditionen, die durch einen individuellen Geschmack und teilweise zudem durch eine besondere Einfachheit glänzen, wie sich an zwei Beispielen sehr deutlich zeigt.

Zum einen die Empanadas: Diese Teigtaschen gibt es in verschiedenen Ländern des Kontinents. Sie werden mit Fleisch oder Meeresfrüchten gefüllt und dienen als schnelles und einfaches Fastfood. Besonders spannend sind sicherlich exotische Varianten, zum Beispiel mit Lama-Fleisch.

Ceviche wiederum ist das Nationalgericht in Peru, das sich gleichzeitig in anderen Ländern wie Bolivien einer hohen Beliebtheit erfreut. Hierfür werden verschiedene Fischsorten verwendet. Das besondere daran ist, dass der Fisch nicht durch das übliche Erhitzen gegart, sondern in eine Marinade aus Limettensaft, Chili, Salz und Zwiebeln eingelegt wird.

Auf dem Bild zu sehen ist Ceviche, ein Fischgericht der peruanischen Küche.

Die Säure der Limette erzeugt dabei einen gewissen Gar-Effekt. Für Ceviche sollte unbedingt frischer Fisch von hoher Qualität genutzt werden, da er bei dieser Methode nicht durchgegart wird. Typische Beilagen zu dieser Speise sind Maiskolben oder Süßkartoffeln.

Fazit

Die Beispiele zeigen deutlich, wie vielfältig die Kulinarik in verschiedenen Teilen der Welt ist. Dabei spielen sowohl die Zutaten als auch die Zubereitungsweisen eine Rolle – gerade das peruanische Ceviche bietet ein Beispiel für Letzteres. Mit Sicherheit kann es den Speiseplan im Alltag bereichern, einmal Gerichte aus verschiedenen Kulturen auszuprobieren und neue Geschmackserlebnisse zu entdecken.

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