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Kunst mit besonderem Ausdruck: Graffiti

Graffiti-Kunst
Foto: Timon Klauser/Unsplash

Graffiti ist Street-Art mit ganz eigenem Stil. Die Kunst aus der Spraydose verziert Häuserfassaden und Mauern der Metropolen in aller Welt. Versierte Künstler wie Banksy bringen überdimensionale spektakuläre Bilder an die Wand, die das Stadtbild prägen und den Betrachter erfreuen.

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Die Geschichte des Graffiti

Graffiti ist keine Erscheinung der Neuzeit. Bereits im Alten Ägypten wurden Inschriften auf Fassaden von Tempeln gekratzt, um sich und seinen Namen zu verewigen. Bei den Römern waren Karikaturen von Gladiatorenkämpfen und frivole Darstellungen beliebt. Geritzte Graffiti aus dem Mittelalter sind vor allem auf Burgen und in kirchlichen Gebäuden zu finden. Als Werkzeuge dienten unter anderem Nägel, Dolche und Messer. Mit Rötel, Kreide und Holzkohle wurden aufgetragene Graffiti verwirklicht. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es die Street-Art vermehrt aus der Spraydose. Die Künstler verwenden in der Regel ein Pseudonym, da das Besprühen von öffentlichen und privaten Gebäuden ohne Erlaubnis eine Straftat darstellt.

Das Problem mit der Illegalität

Graffiti hat zum Teil noch immer einen schlechten Ruf. Kritzeleien auf Sitzen und Fenstern des öffentlichen Nahverkehrs und unkreative Verwirklichungen auf Fassaden, mit denen bloß der Name in der Szene bekannter gemacht werden soll, stellen keine Verschönerung dar. Jedes Jahr verursacht Graffiti hohe Kosten für die Beseitigung. So sind Strafmeldungenen keine Seltenheit. Unerlaubte Wandmalerei gilt als Vandalismus, auch wenn ein Künstler sich alle Mühe gegeben hat.

Mit Street-Art das Ladengeschäft verschönern

Mit der Farbe aus der Dose lassen sich eindrucksvolle Kunstwerke erstellen. Talentierte Sprayer geben grauen Fassaden einen neuen Look, der einen echten Blickfang darstellen kann. Für Unternehmen ist Graffiti durchaus interessant. So können Außen- und Innenwände von Einkaufsläden verschönert und potenzielle Kunden angelockt werden. Der langweiligen Optik von Transformatorenstationen und Co. lässt sich mit adäquater Street-Art zu einem attraktiven Äußeren verhelfen. Exzellente Graffiti Künstler sind online buchbar. Man muss nur seine groben Vorstellungen angeben, die Idee entwickeln die Artisten bei Bedarf selbst. Dass sich der Einsatz lohnt, wurde bereits erwiesen.

Den Sprayer in sich entdecken

Wer künstlerisch begabt ist, kann sich gern selbst an der Graffitikunst probieren. Diese Tipps sollten dabei beachtet werden

  • mehrere dünne Farbschichten übereinander auftragen, um unschöne Nasen zu vermeiden
  • nicht kreuz und quer über eine Fassade sprühen, sondern Linien nebeneinandersetzen
  • zum Füllen großer Flächen lassen sich Fat-Caps verwenden, die einen breiten Sprühnebel bieten
  • mit einem Skinny-Cap werden Randbereiche optimal ausgefüllt
  • Umrisslinien sind besser sauber und deutlich aufzubringen, für Anfänger sind breitere Outlines zu empfehlen

Beim Sprayen Schutzausrüstung tragen

Die Lacke in den Spraydosen enthalten gesundheitsschädliche Stoffe, die Atemwege, Augen und Haut reizen. Der brennbare Kohlenwasserstoff Benzol und das Triebmittel Aerosol sorgen dafür, dass sich die Farbe leicht Aufsprühen lässt und lange hält. Allerdings lösen diese Stoffe körperliche Beschwerden aus, wenn der Künstler damit direkt in Kontakt kommt. Mit geeigneter Atemmaske, Schutzbrille und passenden Handschuhen ist das Sprayen gefahrenlos möglich. Auch beim Entfernen von Graffiti ist eine Schutzausrüstung zu empfehlen.