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La Fanciulla del West

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(Foto: © Wilfried Hösl)

Filmemacher Andreas Dresen wagt sich in München an Puccini

Irgendwie passt wenig zusammen in Giacomo Puccinis 1910 uraufgeführter Oper „La Fanciulla des West“ („Das Mädchen aus dem Westen“): Das Setting ist kein weltenthobener Adel wie in „Turandot“, keine märchenhafte Künstlerwelt wie in „La Bohème“, sondern eine Goldgräbersiedlung am Fuß der Rocky Mountains. Und hier werden Galgenvögel, leichte Mädchen und Glückssucher in eine todernst gemeinte Geschichte um Liebe und Tod geworfen … Kein Wunder, dass der Erfolg von „La Fanciulla del West“ weit hinter dem anderer Puccini-Opern zurückbleibt. Die Bayerische Staatsoper allerdings treibt das, was hier nicht zusammenpasst, auf die Spitze und setzt einen Künstler auf den Regiestuhl, der weit entfernt ist von allem, was mit Western zu tun hat: Andreas Dresen, als Filmemacher der wohl versierteste Analytiker ostdeutscher Befindlichkeiten. Hier muss man allerdings einhaken: Es gab schon zu DDR-Zeiten ein eigenartiges Faible zwischen Ostsee und Thüringen für das Genre Western, womöglich ist Dresen doch der richtige Mann für den Stoff? Opernerfahrung hat er jedenfalls schon lange, 2016/17 inszenierte er in München etwa Strauss’ „Arabella“, das sich immer noch im Repertoire hält. Am Pult steht James Gaffigan, der hier zuletzt „Don Giovanni“ dirigierte.

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