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Lessingtage Hamburg

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(Foto: © Armin Smailovic)

Im Geiste der Aufklärung: Das Hamburger Festival Lessingtage

Die Hamburger Lessingtage tragen einen sterbenslangweiligen Namen, das muss man zugeben. Man muss aber auch zugeben: Für ein Theaterfestival, das sich die Werte der Aufklärung auf die Fahnen geschrieben haben, ist der Bezug zu Oberaufklärer Gotthold Ephraim Lessing gar nicht ungeschickt.

Zumal das die Lessingtage nicht den Fehler machen, aufs Naheliegende zu setzen und das Programm mit Lessing-Inszenierungen zu fluten – vom Namensgeber selbst ist bis 4. Februar kein einziges Stück zu sehen, dafür aber einiges, was in seinem Geist entstanden sein könnte.

So Julien Gosselins Europäische-Jugend-Erkundung „1993“ (Théâtre National de Strasbourg), Yael Ronens postmigrantische „Winterreise“ (Gorki, Berlin) und Thomas Ostermeiers „Rückkehr nach Reims“ (Schaubühne, Berlin). Die Eröffnungsrede hielt der türkische Erdogankritiker Can Dündar, das veranstaltende Thalia Theater selbst brachte vergangenen Sonntag mit Antú Romero Nunes’ „Michael Kohlhaas“ (Foto) eine Neuinszenierung zur Premiere, und alles in allem ist das ganz und gar nicht sterbenslangweilig.

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