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„Lotterleben“ von FLOSSE: Hundelunge und Hallenjojo
Das Quartett FLOSSE aus Sachsen hat seinen ganz eigenen Zugang zum Jazzsound gefunden – und zeigt das auf seinem zweiten Album deutlich.

Ein Lotterleben ist ein verkommenes, ausschweifendes, nicht gerade würdevolles Leben. Aber längst hat diese veraltete Wort durch die pure Nostalgie, die darin mitschwingt, auch einen sympathischen Beiklang. Genau setzen FLOSSE mit ihrem zweiten Album an. Ihr „Lotterleben“ verbindet klar strukturierten Jazz mit dynamischen Rhythmen, verqueren Einfällen und überraschend stillen Momenten. Von den neun Tracks tragen manche Titel wie „Hundelunge“, „Eisbärenparade“ oder „Hallenjojo“ – das Augenzwinkern ist also immer mitgedacht, doch von Spaßmusik bleiben FLOSSE trotzdem weit entfernt.
Das Quartett aus Sachsen hat sich über Jahre hinweg bei unzähligen Livekonzerten so gut eingespielt, dass FLOSSE heute als kompakte Einheit auftreten, als Kollektiv, bei dem einzelne Egos nichts zu suchen haben. Mit dabei sind Max Diller an der Trompete, Hannes Kempa am Saxofon, Bassist Johannes Fricke sowie Tim Gerwien am Schlagzeug. Diller oder Kempa haben dabei die meisten Stücke geschrieben, mit Ausnahme von „Enjoy relax resist“, das aus Gerwiens Feder stammt. Aufgenommen haben FLOSSE „Lotterleben“ in Tito Knapps Zentrifuge in Berlin.
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