Louka

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Sophie Krische

Wer hängt sich schon heutzutage noch freiwillig Lametta an den Weihnachtsbaum? Der traditionelle Spießerschmuck steht schon lange nicht mehr für Besinnlichkeit, sondern eher für Altbackenheit und Loriotparodie. Aber auch für überflüssigen Kitsch, der etwas Schönes und Natürliches verdeckt. Komisch also, dass Louka ihr Debütalbum ausgerechnet „Lametta“ nennt, denn die Musik klingt genau nach dem Gegenteil von alldem: Zwischen den sparsamen Beats und seltenen Gitarrenakkorden gibt es keine einzige überflüssige Note. Und auch Loukas Texte sind von schnulzigen Schlagerschmonzetten ungefähr so weit entfernt wie ihre Wahlheimat Berlin von ihrem Geburtsort, im Saarland. Sie reiht knappe, präzise auf den Punkt gebrachte Schnappschüsse aneinander, die mit jedem Element ein größeres Bild erkennen lassen, bis am Ende sich plötzlich noch etwas viel Größeres in den Zwischenräumen auftut. Gekoppelt mit ihrer einzigartigen Stimme setzen sich Loukas Lieder zwischen den Synapsen fest. Lamettaflitter braucht es dazu nicht. Vielleicht ist der Titel also schlicht ironisch gemeint. Oder aber Louka sieht in dem Lametta etwas, das für Andere unsichtbar ist – da wäre sie nicht die Einzige.

20. 9. Leipzig
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1. 10. Köln
2. 10. Düsseldorf
3. 10. Hamburg
4. 10. Berlin
5. 10. Erfurt

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