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„Loving Her“: Hannas Liebschaften

Loving Her
Mit Lara (Emma Drogunova, l.) ist alles anders. Hanna (Banafshe Hourmazdi, r.) fühlt sich zum ersten Mal so richtig wild und frei. Foto: ZDF/Marcus GlahnFoto: ZDF/Marcus Glahn

Hanna (Banafshe Hourmazdi) ist die Heldin der ZDFneo-Serie „Loving Her“. Sie hat gerade ziemliches Chaos in ihrem Leben, da trifft sie auf der Straße ihre erste Liebe Franzi (Lena Klenke) wieder. Gemeinsam waren beide vor fünf Jahren von Bielefeld nach Berlin gezogen, doch irgendwie hatten die feierwütige Hanna und die strebsame Franzi dort nicht so recht zusammengepasst. Jetzt löst sich Hannas WG auf, und während sie ihre Sachen zusammenpackt, lässt die 25-Jährige ihre bisherigen Liebschaften Revue passieren. Von der Büroaffäre mit einer Verlagschefin über die unglückliche Liebe zu einer Sängerin bis zur Medizinstudentin, dich sich ihrer sexuellen Orientierung noch nicht sicher war, reichen Hannas völlig unterschiedliche Beziehungen.

Die Miniserie Loving Her (3. 7., 23.35 Uhr auf ZDFneo und schon ab 1. 7. in der ZDF-Mediathek) hat nicht nur eine gute Plotentwicklung, auch Hannas Gefühlsentwicklung ist sehr gut in Szene gesetzt. Allerdings leidet die Serie (Regie: Leonie Krippendorff) unter dem nicht nachvollziehbaren Zwang zum Kommentar aus dem Off, der Dinge wie Gefühle, Erkenntnisse oder Beziehungsprobleme, die ja schon szenisch dargestellt werden, plump zu doppeln. Uneindeutigkeiten, Momente des Schwebens in der Handlung und Unsicherheiten bei der Heldin werden dadurch entweder komplett ausgehebelt oder enorm verstärkt. Wer die Serie schaut, fühlt sich dadurch gegängelt und sollte tunlichst weghören. Die Idee zu „Loving Her“ stammt vom niederländischen Original „Anne+“  jw

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