Mädness: OG
Das neue Album des südhessischen MCs flirtet mit dem Sound der alten Schule. Rückwärtsgewandt ist es deshalb aber nicht.

Zwei Jahre sind vergangen, seit Mädness sich gemeinsam mit seinem Bruder Döll zurück in das öffentliche Bewusstsein rappte. „Ich und mein Bruder“ war nicht nur eine eindrucksvolle Demonstration der lyrischen Fähigkeiten beider MCs, sondern hat auch gezeigt, wie eine zeitgemäße Überarbeitung des Boom-Bap-Sounds der späten 90er-Jahre heutzutage aussehen kann. Mit seinem mittlerweile vierten Soloalbum setzt Mädness diesen Weg nun konsequent fort.
Anstatt schneller Hi-Hats, Halftime-Beats und Autotune stehen reduzierte Arrangements und zurückgelehnte Drumloops im Mittelpunkt. Seine Schlagkraft gewinnt „OG“ weniger aus der Anreicherung der verwendeten Sounds auf Produktionsebene als aus der rhythmischen Versiertheit und sprachlichen Raffinesse seines MCs. Der Flirt mit der alten Schule ist diesem Album zu jedem Zeitpunkt inhärent, dem Album einen Retro-Stempel aufzudrücken würde ihm aber dennoch nicht gerecht: „OG“ ist nicht rückwärtsgewandt – vielmehr bedient es einen Sound, der im Rap-Mainstream nur noch bedingt eine Rolle spielt und nach und nach zur Nische geworden ist.
„OG“ erscheint am 23. 8. – Hier könnt ihr das Album bei Amazon bestellen.
Musik


Album Club: Herbstlicher Musiktalk über neue Alben

„Wie lange dauert es, bis ich bei mir ankomme?": Nieve Ella über ihr Debüt
Hörenswert

Stereo MC’s auf Celebrating 35 Years Of "Connected" Tour 2027
Ihren Hit „Connected“ gibt es endlich wieder live: Stereo MC’s gehen nächstes Jahr auf Celebrating 35 Years Of „Connected“ Tour.

Warum reden gerade alle über Tinashe?
Hot-Girl-Album mit Selbstzweifeln: Was „Popstar“ von Tinashe so besonders macht.

Brimheim wagt sich auf My Collection an Klavier und Kammerpop
Die färöisch-dänische Künstlerin Brimheim schlägt ein neues Kapitel auf. Im Video von Stine Emil verwandelt sich „My Collection“ in einen hypnotischen Kurzfilm.
