TV-Satire „Network“: Selbstmord vor der Kamera? Cool!
Privatfernsehen, Insta, TikTok: Die berühmte Medienschelte „Network“ ist auch heute noch hochaktuell. Bei Arte und in der Arte-Mediathek.
„Network“ läuft am 20. April bei Arte und ist bis 19. Mai in der Arte-Mediathek zu finden. Das gnadenlose Aussstrahlen und Streamen von Leid, Unglück und Gewalt ist nicht nur ein heutiges Problem im Privat-TV und in den sozalen Medien – auch in den 70er-Jahren schon sorgte der immer rücksichtsloser geführte Kampf um Einschaltquoten zu einer Verrohung der Bewegtbild-Medien.
Howard Beale (Peter Finch), Nachrichtensprecher beim Sender UBS, wird aufgrund stark sinkender Zuschauerzahlen entlassen. Verzweifelt wendet er sich an seine Zuschauerinnen und Zuschauer, um seinen geplanten Suizid anzukündigen. Das Bild vom stoischen Moderator zerbricht, doch Beale erreicht sein Ziel: Die Zuschauerzahlen schnellen in die Höhe. Die Programmchefin Diana Christensen (Faye Dunaway) ergreift die Gelegenheit beim Schopf, nimmt die Sendung wieder ins Programm und baut sie zu einer Sensationsshow aus. Howard Beale wird zum zornigen Propheten und prangert mit aller Schärfe Missstände in den USA an.
Der Erfolg lässt nicht auf sich warten und die Einschaltquoten bleiben unverändert hoch. Beale steigert sich immer mehr in die Situation hinein und geht sogar so weit, Skandale innerhalb des Senders aufzuzeigen. Um den nun doch unbequem gewordenen Nachrichtensprecher loszuwerden und gleichzeitig die Einschaltquoten zu halten, verbündet sich Programmchefin Diana Christensen mit den übrigen Ressortchefs und greift zu drastischen Mitteln …