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Michael Moravek: Neues Album „Lost“ spiegelt seine eigene Migrationsgeschichte wider

Michael Moravek: „Lost“
Michael Moravek bei der Arbeit.Foto: Rolf Göggelmann

Selten ist ein Musiker so belesen und von den großartigen Werken anderer Künstler und Künstlerinnen durchdrungen wie Michael Moravek. Der Sänger, Gitarrist und Songwriter bewundert Bob Dylan, was natürlich viele Musiker und Musikerinnen tun. Moravek aber liebt auch die Lyrik von Arthur Rimbaud und William Blake und ist beeinflusst von der Literatur von Herman Melville, Paul Auster und Fjodor Dostojewski. Auch Gospel und die Anfänge der Songerzählung schätzt Moravek, was seine Liebe zur Musik von Bessie Smith, Robert Johnson oder Blind Lemon Jefferson erklärt. Und wer ein guter Songwriter sein will – und das ist Moravek ohne Zweifel –, der hat auch eine innige Bindung zu anderen exzellenten Songwriter wie den Nits, Elvis Costello oder Lucinda Williams.

202o, kurz vor dem ersten Lockdown der Corona-Pandemie, hat Moravek sein letztes Album „November“ herausgebracht, das auf Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ beruht und das er für ein Bühnenstück geschrieben hat.  Kritikerinnen und Kritiker bezeichneten es als Meisterwerk und Juwel.

Michael Moravek: „Lost“

Michael Moravek: „Ich hatte ein durchlässiges, ein percussives Album im Kopf. Traumwandlerisch schwebend, warm und mit viel Raum.“

Auf seinem kommenden Album „Lost“, der dritten Veröffentlichung unter seinem Namen, beweist Michael Moravek nun erneut, wie sehr all diese literarischen und musikalischen Inspirationen in seinem ganz eigenen Sound kongenial zusammenfließen. „Lost“ erscheint am 6. Mai bei Backseat und ist der erste Teil einer Dilogie, das zweite Album folgt im Winter. Auch darauf hat sich Moravek von der Literatur inspirieren lassen und seine eigenen Themen damit verknüpft. Als Inspirationsquellen für die neuen Songs nennt er Bernard Malamud, Mark Twain, Antonio Tabucchi, Billie Holiday, Julius Fučik, John Connolly und die Bibel genauso wie verlorene Menschen, Orte und Zeiten. Gleichzeitig spiegeln Moraveks Texte seine eigene Migrationsgeschichte wider. Entwurzelung und Heimatlosigkeit sind Matrizen für seine Songs, literarische Inspiration der Antrieb für sein Songwriting.

Über seine Songs sagt Moravek, sie sind gut, wenn sie echt und ernsthaft und nicht aus den falschen Gründen geschrieben werden. Sie sollen die Fähigkeit besitzen, die Seele zu klären. Sie sollen die Hörer:innen befähigen, sich vom Hier und Jetzt zu lösen. Moravek findet: „Ein Song ist dann gut, wenn er die Fantasie in Bilder gießt und es dabei auch noch groovt!“

Hier kannst du Michael Moravek und seine Band live sehen:

13. 5. Ravensburg – Zehntscheuer

27. 5. Biberach – Braith-Mali-Museum

28. 5. Neu-Ulm – Gold

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