KULTUR

Nino Haratischwilis neuer Roman „Das mangelnde Licht“ am Thalia Theater

Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht am Thalia Theater
Foto aus „Das mangelnde Licht“Foto: Alexander Bunge

Nino Haratischwili erzählt in ihren Romanen gerne ausführlich – für die eher konzentrierte Form des Theaters schwierig zu adaptieren. Aber Thalia-Theater-Hausregisseurin Jette Steckel hat auch Haratischwilis bisher größten Erfolg Das achte Leben (für Brilka) für das Theater in Hamburg erfolgreich transformiert – und das Buch hatte 1 300 Seiten! Und nun bringt Steckel Haratischwilis am 25. Februar erscheinendes neues 800-Seiten-Opus „Das mangelnde Licht“ schon einen Tag später, am 26. Februar, auf die Bretter – und sicher nicht im boxerischen k.o.-Sinne. Denn Jette Steckel ist eine ausgewiesene Haratischwili-Expertin: Neben „Das achte Leben (für Brilka)“ hat sie auch schon „Die Katze und der General“ fürs Thalia Theater inszeniert und vollendet mit „Das mangelnde Licht“ nun ihre Haratischwili-Trilogie.

Nach der Premiere gibt es weitere Aufführungen am 27. Februar, sowie am 1., 18., 20. und 28. März.

Tickets gibt es hier.

Nino Haratischwili: Der Tanz auf dem Vulkan

In „Das mangelnde Licht“ treffen sich drei Frauen anlässlich einer Ausstellung von Werken ihrer verstorbenen Künstlerfreundin und erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit im Georgien der frühen Unabhängigkeit, Ende der 80er Jahre. Die selbstbestimmten Frauen feiern ihre Freundschaft, das Leben und ihre ersten Lieben. Doch es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Keine weiß, wie lange das so gut gehen wird, denn die Zukunft ist ungewiss. Keine weiß, was die ersten Jahre der georgischen Unabhängigkeit bringen werden: Nämlich Bandenkriege, Kalaschnikows und Panzer und einen Staat, der keine Sicherheit mehr garantiert, in dem das Leben zum Überleben wird.

Haratischwilis und damit auch Steckels Frage: Wie handelt man moralisch richtig in einer Welt, die jeder Logik zu entbehren scheint? Kann man das? Uraufführung ist am 28. Februar. Es spielen unter anderem Fritzi Haberlandt (TV-Serie „Babylon Berlin“) und Maja Schöne (Netflix-Serie „Dark“).

 

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