KULTUR

Perfekt für die Ferien: 10 Ausflugstipps für Kulturinteressierte

Naturaufnahme in der ein schmaler Wasserstrom eine Steinwand abwärts verläuft und dann zwischen Felsen weiter verläuft, die von grünen Pflanzen überwachsen sind.

Es gibt sehr viele sehenswerte Orte in Deutschland, die eine tolle Kombination für Naturliebhaber und Kulturinteressierte bieten. Vor allem aber können diese traumhaften Ziele wirklich zu jeder Jahreszeit besucht werden. So werden die Ferien zu einem tollen Erlebnis.

Der Blautopf in Baden-Württemberg

Der Blautopf am Rande der Schwäbischen Alb ist berühmt für seine schönen Blautöne. Um diesen beinahe geheimnisvoll anmutenden Ort ranken sich zudem viel Mythen. Das Wasser trifft an der 22 Meter tiefen Karstquelle aus dem Höhlensystem an die Oberfläche. Das ist der Ursprung der Blau, die bei Ulm in die Donau mündet.

Hierbei handelt es sich um ein Naturwunder, dessen nicht versiegende Quelle Ursprung vieler Mythen und Märchen ist. Die Sage der „Schönen Lau“ ist wohl die bekannteste von allen. Hier wurde eine Nixe von ihrem Gemahl in den Blautopf verbannt. Sie wurde erst erlöst, nachdem sie 5x gelacht hatte. Eine Steinskulptur erinnert an diese Nixe.

Die Partnachklamm in Bayern

In Süden Bayerns zählt die Partnachklamm zu einem der faszinierendsten Orte überhaupt. Hierbei handelt es sich um 700 Meter lange über 80 Meter tief eingeschnittene Klamm nahe Garmisch-Partenkirchen. Zum Naturdenkmal wurde sie bereits im Jahr 1912 erklärt und seitdem ist sie auch begehbar.

Der Weg durch die Klamm ist ein einzigartiges Erlebnis und führt vorbei an wilden Wasserfällen, Stromschnellen und Gumpen. Von hieraus gibt es viele Wandermöglichkeiten, die entweder nur schön oder auch anspruchsvoll sind. Beispielsweise führt eine Route zum Jagdschloss Schachen, das der bayerische König Ludwig II. im Jahr 1871 erbauen ließ.

Berliner Reichstag

Das Reichstagsgebäude befindet sich am Platz der Republik in Berlin und ist der Sitz des Deutschen Bundestags. Für die Touristen ist häufig die moderne Glas- und Stahlkuppel des Gebäudes das Highlight. Von diesem Standort aus ist es möglich, während eines Besuches den Politikern bei ihren Aktivitäten zuzuschauen. Doch der grandiose Blick über Berlin ist natürlich auch ein weiterer Grund, warum die Glaskuppel so gern besucht wird.

Das Schnoorviertel in Bremen

Kulturfans werden die kleinen Straßen mit den hübschen alten Häusern im Bremer Schnoorviertel lieben. Dieses Viertel befindet sich in der Altstadt Bremens und seine Entstehungsgeschichte geht bis in das Hochmittelalter zurück. Das Viertel verdankt seinen Namen „Schnoor“ dem niederdeutschen Wort „Schnur“. Kleine, bunte Häuser reihen sich aneinander. Beheimatet sind hier heute Souvenir- und Kuriositätenläden, Gold- und Silberschmiede, Antiquitäten- und Fachgeschäfte. Diese Gassen sind derart schmal, dass es möglich ist, mit ausgestreckten Armen beidseitig die Häuser zu berühren.

Neben den hübschen Geschäften finden sich aber auch noch verschiedenen Kultureinrichtungen im Schnoorviertel, wie zum Beispiel das „Bremer Geschichtenhaus“ oder das „Packhaustheater“. Zum Ausruhen und Verweilen laden des Weiteren kleine gemütliche Cafés ebenso wie internationale Restaurants, ein.

Bergpark Wilhelmshöhe Kassel in Hessen

Bereits seit 2013 zählt der größte Bergpark Europas zu den UNESCO-Weltkulturerbestätten. Hierbei handelt es sich um einen englischen Landschaftspark, der weltweit bekannt ist. Die historischen Wasserspiele sowie das monumentale Bauwerk des Herkules sind die absoluten Highlights in diesem Park. Von dort aus wird dem Besucher ein atemberaubender Ausblick auf die Stadt sowie auf das Schloss Wilhelmshöhe und die Ruine des Lustschlosses Löwenburg gewährt.

Zeche Zollverein in Nordrhein-Westfalen

Auch die Zeche Zollverein zählt zum UNESCO-Welterbe. In der Zeit von 1851 bis 1986 war die Zecke ein aktives Steinkohlebergwerk in Essen. Den Namen erhielt die Zeche von dem 1834 gegründeten Deutschen Zollverein. Hier handelt es sich zum einen um ein Architektur- und Industriedenkmal und zum anderen um eine hochkarätige Veranstaltungs- und Museen Welt.

Die Loreley in Rheinland-Pfalz

Die Loreley ist der berühmteste Felsen des Rheins und zählt ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. Aus aller Herren Länder kommen Touristen, um das obere Mittelrheintal südlich von Sankt Goarshausen zu bewundern. Der Ausblick ist absolut überwältigend. Aber natürlich sorgt die Saga auch immer wieder dafür, dass wirklich jeder nach der singenden Jungfrau Ausschau hält.

Die Legende besagt, dass sie die Schiffer mit ihrem Gesang davon abhielt, Ausschau nach den Stromschnellen zu halten. Heute befindet sich auf dem Loreley-Plateau ein Kultur- und Landschaftspark mit großer Freilichtbühne für Konzerte und Festivals. Im nahegelegenen Besucherzentrum bekommt der Besucher sowohl Informationen über den Mythos der Loreley als auch über Flora und Fauna sowie den Weinbau, die Geologie und die Schifffahrt in der Rhein-Region.

Der Dresdner Zwinger in Sachsen

Kunst und Kulturfreunde, die einen besonderen Faible für das Barocke haben, kommen unter gar keinen Umständen an dem Dresdner Zwinger vorbei. Vermutlich handelt es sich um einen der schönsten Orte Deutschlands. Im Mittelalter war der Name Zwinger die gängige Bezeichnung für einen Festungsteil zwischen den Festungsmauern.

1709 entstand der Zwinger als Orangerie und Garten und auch als repräsentatives Festareal. Die reich verzierten Pavillons und die von Balustraden, Figuren und Vasen gesäumten Galerien sind Zeuge der prachtvollen Entfaltung in der Zeit der Regentschaft von Kurfürst Friedrich August I. Hier findet man Kultur aller Richtungen, Museen mit Weltruf sowie Musik- und Theaterveranstaltungen.

Die Wikinger-Siedlung Haithabu

Die Region der Schlei zählt für Urlauber zu den schönsten Orten in Schleswig-Holstein. Bei der Schlei handelt es sich um einen rund 40 Kilometer langen Nebenarm der Ostsee. Diese Region besticht durch ihre idyllische Landschaft.

Hier liegen malerische kleine Orte mit ihren reetgedeckten Häusern. Die ehemalige Wikinger-Siedlung Haithabu ist seit 2018 ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes. In diesem hochmodernen Museum werden Ausgrabungsstücke gezeigt und hier finden sich alle Informationen über Leben, Kultur und Bedeutung der Wikinger und Haithabus.

Im Naturschutzgebiet Geltinger Birk kommen aber auch Natur- und Vogelfreunde voll auf ihre Kosten. Das ganze Jahr über kann man hier über 170 verschiedene Vogel- und seltene Pflanzenarten entdecken.

Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern

Heiligendamm ist der älteste Seebadeort Deutschlands und wird aufgrund seiner weißen Häuserreihe in Strandnähe auch die „Weiße Stadt am Meer“ genannt. Die Legende erklärt den Namen „Heiligendamm“. Sie erzählt von Bad Doberaner Mönchen, die während einer Sturmflut ein Gebet gesprochen hätten, auf Grund dessen sich ein hoher Damm aus Stein auftürmte und das Land vor Überflutung schützte. Diese Seebrücke ist 200 Meter lang. Die klassizistischen Häuser, die 1793 bis 1870 erbaut wurden, verleihen dem Seebad seine Eleganz.

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