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„Peri Meno“ von Rinah Lang: Die Wechseljahre nicht zum Tabuthema machen
Die Berliner Illustratorin Rinah Lang thematisiert in ihrem Sachcomic über die Perimenopause nicht nur die körperlichen Herausforderungen – es geht auch um Altersdiskriminierung und Schönheitsideale.
Heute verbringen Frauen im Schnitt die Hälfte ihres Lebens, ohne zu menstruieren. Doch die Menopause ist für viele noch immer ein Rätsel – außer vereinzelter Klischees wie Hitzewallungen und Schlafstörungen wissen die wenigsten, was genau mit ihrem Körper passiert, dank gesellschaftlicher Tabus und patriarchaler Medizin. Auch Rinah Lang bemerkt seit einigen Jahren, dass sich hormonell einiges verändert: Sie ist in der Perimenopause, der ersten Phase der Wechseljahre.

Sie will Genaueres wissen – und stellt in „Peri Meno“ humorvoll und mit ganz viel Empathie ihre persönlichen Erfahrungen, Anekdoten aus ihrem Umfeld und wissenschaftliche Fakten nebeneinder. So geht es nicht nur um die körperlichen und emotionalen Herausforderungen der Perimenopause, sondern auch um den Einfluss gesellschaftlicher Erwartungen, Gendermedizin, Altersdiskriminierung und Schönheitsideale. Die allgemeine Sprachlosigkeit war ein Punkt, der mich nicht losgelassen hat“, sagt Rinah Lang. „Ich habe gespürt, dass die Wechseljahre zwei Tatsachen beinhaltet, die sich offensichtlich ungünstig auswirken: Es betrifft ausschließlich Frauen und es hat mit Altern zu tun. Es war befriedigend mit diesem Tabu zu brechen und es einfach überall auf den Tisch zu bringen. Ich habe bemerkt, dass der Austausch wertvolle Erkenntnisse liefert, von denen auch andere profitieren können und dass die Verbindung, die dabei entsteht, vielen Frauen gut tut. Dadurch entstand die Idee zum Buch.“
Rinah Lang geht mit „Peri Meno“ auf Lesereise
6. 3. Berlin, Pablo-Neruda-Bibliothek
7. 3. Hamburg, Carlsen Verlag
8. 3. Berlin, Dante-Connection
20. 3. – 22. 3. Leipzig, Buchmesse
23. 3. Weißenfels, Rathaus
9. 4. Bremen, Kukoon

Rinah Lang: Peri Meno
Carlsen, 2026, 192 S., 26 Euro
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