Petra Und Der Wolf: Surface!
Man möchte Petra Und Der Wolf zwischen Die Nerven, Candelilla oder Jolly Goods einordnen, ist dann aber überrascht, dass sie dort auszubrechen wissen.

Zugegeben, nach unbeholfener Improvisation klingen die Songs von Petra Und Der Wolf nicht: Zu satt sind die Basslinien, zu dröhnend die Gitarren, und dann reißen noch ein querulantes Altsaxofon und das stürmende Schlagzeug alles mit, was sich in den Weg stellen könnte. Das Wiener Duo aus Petra Schrenzer und Aurora Hackl Timón mag sich vor über zehn Jahren der freien Improvisation verschrieben haben, sein Sound aber ist klar von Rock, Postpunk, Grunge und Indie getrieben.
Petra Und Der Wolf wissen zu überraschen
Auf „Surface!“ ist das mal laut, mal leiser, aber immer irgendwie atemlos. Man möchte die Musikerinnen zwischen Bands wie Die Nerven, Candelilla oder Jolly Goods einordnen, ist dann aber überrascht, dass sie dort auszubrechen wissen: Dann nämlich, wenn sie wie in „The Greatest“ zwar immer noch kraftvoll, aber dennoch zur Ruhe kommend, an 90er-Jahre Songwriterinnen wie Tanita Tikaram oder Tracy Chapman andocken. Das allerdings ohne die Wärme und Zugewandtheit jener Musikerinnen. Dafür sind Petra Und Der Wolf ästhetisch zu cool und unpersönlich, ihre Songs zu gefährlich. Spannende Platte, aber Vorsicht: bissig! vr
Surface! erscheint am 20. 3. via Siluh / Cargo Records.
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