Spezial

Qobuz-Act of the Week: Erika de Casier

Erika de Casier Pressefoto
Foto: 4AD

Wenn es eins gibt, das symptomatisch für die Musikindustrie ist, wie wir sie heute kennen, dann ist es das Phänomen der Senkrechtstarter*innen: Wie oft hört man heutzutage Stories von Musiker*innen, die völlig unerwartet durch die Decke schießen – etwa, weil ihr Song auf TikTok viral geht oder weil sich Qualität in einem Zeitalter, das so vernetzt ist wie noch nie, einfach besonders gut durchsetzt. So ist es Erika de Casier ergangen. Nach einer Handvoll Singles in den Jahren 2017 und 2018 hat sie ihr Debütalbum „Essentials“ 2019 veröffentlicht – und ist damit direkt auf diversen Bestenlisten von Publikationen wie Vice gelandet.

„Als ich mein Releasekonzert in London gespielt habe, waren genau zehn Leute da“, erinnert sich de Casier im Interview mit kulturnews an ihre Anfänge. „Doch als ich ein paar Monate später wieder dort aufgetreten bin, war die Show ausverkauft, und das Publikum konnte alle Texte mitsingen. Zwischen diesen beiden Konzerten gab es fast jeden Tag einen Wow-Moment.“ Und dann ging es immer schneller: 2020 remixt sie Dua Lipas Song „Physical“ und schafft es damit auf die Remix-EP des Songs.

Wenn Erika de Casier nun also ihr zweites Album veröffentlicht und es „Sensational“ nennt – dann ist der Name durchaus Programm. Obwohl sie selbst sich von dem sich rasant vermehrenden Erfolg noch unbeeindruckt gibt: „Gerade weil ich so persönliche Songs schreibe, geht es in erster Linie darum, dass ich voll und ganz hinter der Musik stehe“, sagt die Musikerin weiter. „Natürlich ist mir auch die Anerkennung von außen wichtig. Ich achte ja schon etwa darauf, welcher Song wie oft angeklickt wird. So lange ich die Songs mit den hohen Zahlen nicht lieber mag als die anderen, habe ich noch alles unter Kontrolle.“

Und das mag wohl das Erfolgsgeheimnis sein: Qualität setzt sich durch. Mit ihrer ganz und gar eigenen Mischung aus 90er-R’n’B und zeitgemäßer Elektronik hat Erika de Casier einen Nerv getroffen. Ihr zweites Album setzt auf den Ideen des ersten auf, baut sie weiter aus und doch hat sie sich ihre eigene Stimme bewahrt. „Eigentlich fühlt es sich nicht so an, als hätte ich mich wahnsinnig verändert“, reflektiert de Casier die Entwicklungen der letzten zwei Jahre. „Doch wenn ich die beiden Platten miteinander vergleiche, erkenne ich schon, dass ich mich weiterentwickelt habe und selbstbewusster geworden bin. Dann bin sehr stolz auf die Veränderungen der letzten zwei Jahre. Auch weil ich gleichzeitig nicht das Gefühl habe, die Erika von „Essentials“ dabei verloren zu haben.“

„Sensational“ ist nun in bestmöglicher Soundqualität auf Qobuz verfügbar – zum Streamen oder Downloaden. Die französische Plattform ist ein Pionier in Sachen digitaler Qualität. Sie war der erste Streamingservice, der seinen gesamten Katalog in verlustfreier Qualität zur Verfügung gestellt hat. Das ist nicht nur im Sinne der Abonnent*innen, sondern auch und vor allem im Sinne der Künstler*innen. Insgesamt gibt es bei Qobuz derzeit mehr als 70 Millionen Titel zu entdecken.

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