Spezial

Qobuz act of the week: Nils Frahm

Nils Frahm steht in schwarzem Outfit bei einem Auftritt an seinen Maschinen und Instrumenten.
Foto: Francesco Prandoni/Redferns / © GettyImages

Was machen Musiker während einer Pandemie, wenn sie gerade nicht live performen können? Genau, in Musiksammlungen stöbern und eine neue Platte zaubern. Und so hat sich auch der Hamburger Pianist Nils Frahm, der inzwischen in Berlin lebt und arbeitet, durch sein Archiv gewühlt und aus den unveröffentlichten Schätzen, auf die er dort gestoßen ist, ein neues Album gemacht: „Old Friends new Friends“. Herausgekommen ist eine Zusammenstellung aus 23 Klavierstücken, die zwischen 2009 und 2021 aufgenommen wurden.

Über die Entstehung des Albums sagt er selbst: „Die Natur des Geistes  – und der Festplatten – bringt es mit sich, dass man eine Menge Zeug vergisst. Und ich hasse den Gedanken, dass jemand kommt und meine Sachen durchwühlt, um etwas zu finden, das ich vergessen habe“, erklärte er. Also beschloss er, uns ein unausgegorenes Album mit Studioschnipseln zu ersparen, dass posthum erscheinen würde und hat deshalb selbst aus seinen vergessenen Titeln ausgewählt. „Wahrscheinlich würde ich sowieso alles verbrennen, bevor ich gehe“, wirft er noch nach. Auf „Old Friends new Friends“ zeigt er uns die Stücke, von denen er wollen würde, dass sie bleiben.

„Old Friends new Friends“: simpel, schön, emotional

Die LP ist ein reines Klavieralbum, weitab von den griffigeren, elektronischen Eskapaden, denen Frahm auch sonst gerne mal frönt. Jedes einzelne Stück vermittelt über die individuellen Klangfarben und Melodien eine Sanftheit, die man in diesen Tagen oft vermisst: simpel, schön, emotional. Frahms Kompositionen dringen so fühlbar bis in die Tiefen der menschlichen Seele vor – insbesondere beim „Rain Take“ spürt man förmlich das herbstlich-nasse Regenwetter, wenn hinter dem Piano der Regen an die Scheiben prasselt.

Das komplette Album „Old Friends New Friends“ ist nun in bestmöglicher Soundqualität auf Qobuz verfügbar – zum Streamen oder Downloaden. Die französische Plattform hat Pionierarbeit geleistet in Sachen digitaler Qualität: Sie war der erste Streamingservice, der seinen gesamten Katalog in verlustfreier Qualität zur Verfügung gestellt hat. Das ist nicht nur im Sinne der Abonnent:innen, sondern auch und vor allem im Sinne der Künstler:innen. Insgesamt gibt es bei Qobuz derzeit mehr als 70 Millionen Titel zu entdecken.

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