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Von der Unsicherheit: Rikke Normann mit „i dunno love“

Rikke Normann
Foto: Backseat PR

Wer kennt es nicht? So manches Date läuft gut, so manches Date läuft schlecht, und am Ende fragt man sich, worum es bei der ganzen Sache eigentlich geht. Die Norwegerin Rikke Normann ist da keine Ausnahme. Mit ihrer neuen Single gibt sie bereits im Titel offen zu: „i dunno love“, und die Erfahrungen, die sie schildert, dürften vielen bekannt vorkommen.

Denn in dem neuen Song geht es darum, die eigenen Abwehrschilde herunterzufahren, sich zu öffnen und Menschen näher kommen zu können. „you say you know a lot of people, but you’re always lonely/have you ever stopped to wonder why that is,“ singt Normann und gibt damit wieder, was im Zeitalter von Dating-Apps und Social-Media bei vielen zur Normalität geworden ist: Wie viel will ich wirklich von mir zeigen, wie zerbrechlich ist diese Beziehung und sind alle anderen nicht viel besser darin?

Mit „i dunno love“ gibt Rikke Normann einen Vorgeschmack auf ihr neues Album „the art of letting go“, das am 19. 3. erscheint.  „Ich dachte, ich hätte das Album aufbauend auf meinen Beobachtungen geschrieben, was meine Freunde und die Menschen um mich herum erleben,“ sagt die Norwegerin. „Aber als ich dagesessen und das Endprodukt gehört habe, merkte ich auf einmal, dass das Album genauso von mir und den Veränderungen in meinem Leben handelt wie von ihnen.“

Die Intimität des Albums spiegelt sich auch in der Entstehung der Platte wider. Denn die Aufnahmen der allesamt von Normann geschriebenen Songs fand in einer Blockhütte in den norwegischen Bergen statt, wo sich die 38-Jährige zusammen mit dem Produzenten und Freund Stian Sagholen einquartierte.

In Norwegen gehört die Singer/Songwriterin schon lange mit zu den vielversprechendsten jungen Künstler*innen. Sie ging mit Künstlern wie Bernhoft und  Sivert Høyem auf Tour und  sang 2017 mit John Legend bei dem Konzert zum Friedensnobelpreis. Normanns letztes Album „Home Alone“ erschien 2019, wir freuen uns auf mehr.