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Romeo und Julia: Depot, Köln

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(Foto: © Sandra Then)

Pına Karabulut inszeniert die Blaupause aller Liebesgeschichten.

Vor ein paar Jahren gab es eine kluge Hinterfragung von Shakespeares „Romeo und Julia“ durch das New Yorker Nature Theatre of Oklahoma: Die Theatermacher riefen Freunde an, und baten die, spontan die berühmteste Liebesgeschichte der Theaterliteratur nachzuerzählen. Also: Romeo und Julia lieben sich, aber irgendwie ist das nicht erlaubt (warum?), am Ende kriegen sie einander (oder sterben sie?), außerdem gibt es leidenschaftlichen Sex (oder gibt es den eben nicht?), und irgendwie hat niemand so richtig verstanden, um was es ging.

So häufig das Drama also inszeniert wird, angesichts solch galoppierenden Halbwissens ist immer noch Platz für Neuinterpretationen. In Köln wird diese von Pına Karabulut (Foto) übernommen, einer jungen Regisseurin, die auf dem schmalen Grat zwischen Erwartungserfüllung und eigenständigem Blick bislang eine gute Figur machte, in Köln zuletzt mit der Uraufführung von Dirk Lauckes „Karnickel“.

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