Rum Tasting in Berlin, München und Co begeistert echte Spirituosen-Fans

Rum Tatsing
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Er hat eine lange Tradition und findet vor allem bei echten Genießern Anklang: Rum wurde lange Zeit von den Seefahrern mit auf Reisen genommen. Heute ist er weder aus Supermärkten und Restaurants, noch aus vielen Gebäckspezialitäten wegzudenken. Hergestellt wird er nun schon seit Jahrhunderten aus der Melasse des Zuckerrohrs. Obwohl die Herstellungsverfahren immer die Gleichen sind, unterscheiden sich die Rum-Angebote durch Aroma und Geschmack. In vielen deutschen Städten wird daher mit dem Rum Tasting die Möglichkeit gegeben, die verschiedenen Rum-Spezialitäten zu probieren.

Das Rum-Tasting ist eine besondere Verkostung, bei der die Teilnehmer nicht nur die verschiedenen Rum-Varianten ausprobieren und genießen können, sondern auch allerhand Wissenswertes zu der Spirituose, ihren Aromen, Eigenschaften und der Geschichte erfahren. Oft gewähren die Anbieter auch einen umfassenden Einblick in die Rumherstellung.

Verschiedene Rum-Sorten begeistern mit unterschiedlichen Nuancen 

Beim Rum Tasting in Berlin, München oder auch Hamburg werden bis zu 15 verschiedene Rum-Sorten probiert. Dabei gibt es sowohl weißen als auch braunen Rum. Der braune Rum entsteht durch eine spezielle Lagerung in Eichenfässern, in denen er über Jahre hinweg aufbewahrt wird. Durch die Lagerung im Eichenfass wird der eigentlich weiße Rum braun und verändert sein Aroma. So kommt beispielsweise auch eine angenehme Süße dazu. Vor allem die Lagerzeit ist für den Geschmack entscheidend. Beim Lagern reift der Rum, wodurch er natürlich noch einmal ganz neue Aromen und Nuancen entfaltet.

Um die verschiedenen Aromen beim Rum-Tasting zu schmecken, ist es wichtig auf Wasser und Snacks zwischendurch auszuweichen, sodass eine Neutralisierung der Geschmacksnerven möglich ist. Um das Karibik-Feeling zu unterstützen, reichen einige Anbieter beim Tasting eine Auswahl an Zigarren, sodass Beides gemeinsam genossen werden kann.

Rum-Qualität wird von vielen Faktoren beeinflusst

Wer gern Rum trinkt, wird um die Unterschiede bei der Qualität wissen. Tatsächlich fällt der Rum sehr verschieden aus. Entscheidend für die Qualität sind drei Faktoren. Zum einen muss hier die Lagerung genannt werden. So spielt es eine Rolle, wie und wie lange der Rum gelagert wurde. Umso länger er ruhen kann, desto stärker und intensiver ist sein Aroma. Zum anderen spielen aber auch das Herkunftsland und das Herstellungsverfahren eine sehr wichtige Rolle. Ein Klassiker, der vielen in Deutschland bekannt ist, ist der Rum aus Kuba. Wer aber hin und wieder etwas anderes probieren möchte, testet am besten einen Rum aus Fiji, der mit ganz anderen Nuancen die eigenen Geschmacksnerven begeistert.

Lang gereifte Spirituosen versprechen immer einen sehr außergewöhnlichen und intensiven Geschmack. Während der Lagerung bekommt der Rum nämlich genügend Zeit, um zu reifen und sich weiterzuentwickeln. Ein Rum, der mehrere Jahre im Fass reifen durfte, schmeckt also insgesamt harmonischer und runder. Einige Hersteller nutzen die Eichenfässer für unterschiedliche Spirituosen, sodass der Rum schließlich auch Nuancen von Sherry und Portwein wiedergeben kann.

Auch bei der Produktion werden die Weichen für den Geschmack gelegt. Rum, der aus den französischen Antillen stammt, wird oft aus Zuckerrohrsaft hergestellt. Der Saft wird hier frisch gepresst und fermentiert. Rum aus anderen Regionen stammt dagegen meist von der Melasse. Hierbei handelt es sich um ein Beiprodukt der Zuckerherstellung.

Autorin: Marta Fischer

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