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Schauspieler: Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten für den Traumberuf

Für viele ist der Job des Schauspielers ein echter Traumberuf. Doch der Weg auf die Kinoleinwände oder Theaterbühnen ist lang und führt über eine klassische Ausbildung.

Traumberuf Schauspieler
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Wer ein bekannter Schauspieler werden möchte, braucht vor allem Durchsetzungsvermögen und Zielstrebigkeit. Wie jeder andere Beruf setzt natürlich auch dieser in den meisten Fällen eine fundierte Ausbildung voraus. Sicherlich schaffen es auch immer wieder ungelernte Schauspieler in Serien und Filme, um sich aber langfristig in diesem Job zu behaupten, sollte die Ausbildung immer der erste Schritt sein. “In der Ausbildung lernen die angehenden Schauspieler nicht nur, wie sie verschiedene Rollen spielen können. Sie erwerben auch grundlegendes Fachwissen, das sich mit der Kamera- und Szenenarbeit auseinandersetzt. Außerdem vermitteln die Schauspielschulen wichtiges Grundlagenwissen im klassischen Tanz.”, betont Ben Wolf von GLAMOURLUX.

Die Ausbildung für diesen Beruf findet an einer Schauspielschule statt. In Deutschland gibt es mehrere Schauspielschulen, zu denen neben der Internationalen Filmakademie für Schauspiel beispielsweise auch die Starter Schauspielschule und JAS EDUCATION gehören. Schon zum Ausbildungsbeginn können sich die Auszubildenden für einen Themenschwerpunkt entscheiden. Aufgrund der verschiedenen Schwerpunkte weisen auch die Ausbildungsinhalte große Unterschiede auf. Die Ausbildung zum Schauspieler dauert vier Jahre und umfasst neben vielen Theoriestunden natürlich auch diverse praktische Lerneinheiten.

Bei der Ausbildung mit Schwerpunkt Film und Theater vermitteln die Dozenten unter anderem Wissen in den Bereichen Vortragslehre, Bühnen- und Szenenarbeit. Weiterhin muss im Rahmen der Ausbildung eine umfassende Semesterarbeit erstellt werden. Diese erarbeiten die Auszubildenden weitgehend selbständig. Die Ausbildungsinhalte können sich aufgrund der unterschiedlichen Bildungseinrichtungen leicht unterscheiden. Meistens werden aber auch Themen wie Bühnenkampf und Gesang aufgegriffen. Eines der Grundlagenfächer ist zudem die Sprechtechnik. Hier lernen die Auszubildenden, welche Besonderheiten für eine deutliche Aussprache berücksichtigt werden müssen.

Die Ausbildung zum Schauspieler ist trotz der Praktika ausschließlich schulisch, weshalb während dieser Zeit auch keine Einkünfte erzielt werden. Darüber hinaus müssen die Auszubildenden an sämtlichen Schauspielschulen Schulgeld entrichten. Nach der abgeschlossenen Ausbildung bieten sich aber für den ausgebildeten Schauspieler verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Mit einem guten Abschluss kann erste Bühnenerfahrung beispielsweise im Theater gesammelt werden. Auch im Fernsehen, beim Film und Radio finden sich vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Jobs für Schauspieler sind hart umkämpft. Immer wieder betonen erfahrene Darsteller in TV und Theater, dass Jobs mit einem sicheren Einkommen in diesem Bereich rar sind. Um sicher in den Beruf einzusteigen, sollten Berufsanfänger bei fehlenden Jobangeboten über ein Praktikum nachdenken. Gerade in diesem Bereich sind gute Kontakte wichtig. Erste Kontakte zu wichtigen Akteuren lassen sich im Rahmen eines Praktikums sammeln.

Auch kleinere Nebenrollen sollten gerade in den ersten Jahren nach der Ausbildung nicht direkt abgelehnt werden. Ebenso wie Praktika bieten sie die Chance, erste Erfahrung zu sammeln. Wie groß der Druck für den Schauspielnachwuchs ist, zeigen aktuelle Zahlen. An den staatlichen Schauspielschulen im Land gibt es rund 300 Plätze. Auf diese entfallen jedes Jahr mehr als 5000 Bewerbungen. Bereits um einen der Ausbildungsplätze ergattern zu können, brauchen die jungen Männer und Frauen eine ausdrucksstarke Bewerbung.

Dabei begegnen den Bewerbern an den Schauspielschulen hohe Anforderungen. So verlangen die meisten Schulen dieser Art wenigstens eine abgeschlossene zehnte Klasse. Weiterhin wird ein Mindestalter von 17 Jahren vorausgesetzt. Neben der klassischen Bewerbung müssen sich die Bewerber zudem in einem Vorsprechen behaupten. In der Regel teilen die Schauspielschulen im Voraus mit, in welche Rolle die Bewerber schlüpfen müssen, sodass eine umfassende Vorbereitung möglich ist.

Autorin: Marta Fischer

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