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Kultur

Schön & streng: Die Macht des Ornaments: Sie überlebt bis heute

Sollte sich je eine Spinnwebe in den Winkelnd der Oenamente verfangen oder Staub sich auf klaren Linien abgelegt haben, so ist das jetzt vorbei. Am 7. 10. startet im Von der Heidt Museum in Wuppertal die Ausstellung „Schön und streng: Die Macht des Ornaments. Von Henri Matisse bis heute“. Mit dieser Ausstellung wird Ornament als Dokument der Struktur in all seiner Schönheit nicht nur für gestern, sondern auch für heute herausgestrichen.

Schön und Streng: Die Macht des Ornaments: Links: Josef Hoffmann, Teppich für das Palais Stoclet, Modell „Glockenblume”, 1910 Maschinenteppich, Wolle 171 x 88 cm Leopold Museum, Wien / Rechts: August Macke, Stillleben mit Apfelschale und japani-schem Fächer, 1911, Öl auf Leinwand 56 x 56 cm Kunstmuseum Bonn, Schenkung Jürgen Hall © Reni Hansen, Artothek
Schön und Streng: Die Macht des Ornaments: Links: Josef Hoffmann, Teppich für das Palais Stoclet, Modell „Glockenblume”, 1910 Maschinenteppich, Wolle 171 x 88 cm Leopold Museum, Wien / Rechts: August Macke, Stillleben mit Apfelschale und japani-schem Fächer, 1911, Öl auf Leinwand 56 x 56 cm Kunstmuseum Bonn, Schenkung Jürgen Hall © Reni Hansen, Artothek

Das Ornament in der Kunst mag Höhen und Tiefen erlebt haben, ganz out war es nie. Dass das Ornamentale in seiner Strenge der Ordnung heute wieder wichtig ist und warum, das zeigt jetzt die Ausstellung „Schön & streng: Die Macht des Ornaments. Von Henri Matisse bis heute“ des Von der Heydt-Museums in Wuppertal. Viele Künstler und Künstlerinnen, so die Ausgangsthese, suchten und suchen angesichts der Unmengen an Bildern, die die elektronischen Medien in rasantem Tempo hervorbrachten und -bringen – 1917 genauso wie 2026 –, nach formalen Strategien, die Klarheit und Festigkeit in geometrischen und ornamentalen Ordnungen versprechen.

Das Von der Heydt-Museum belegt dies mit der Ausstellung, in der Werke von der Klassischen Moderne bis heute gezeigt werden und die Relevanz in Ästhetik, Funktion und Bedeutung des Ornaments offenlegt. Vetreten sind unter anderem zahlreiche Hauptwerke von Klassikern wie Henri Matisse oder August Macke. Auch in der Gegenwartskunst erfüllen Wiederholungen, Muster und Rapporte keine rein dekorative Funktion, sondern drücken den Wunsch aus, das Einfache und das Komplexe miteinander zu verbinden. Dies findet man in den Werken von Philip Taaffe, Katja Davar oder Thomas Bayrle.

Die Ausstellung läuft vom 11. Oktober bis 14. Februar 2027.

Tickets gibt es hier.

 

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