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„Schrotten!“ bei Arte: Krasses Duell ums Altmetall

Schrotten
Träumchen (Lars Rudolph, li.) und Schmied (Heiko Pinkowski, re.) lassen Mirko (Lucas Gregorowicz, Mi.) keine Wahl: Sie nehmen ihn einfach mit auf den Schrottplatz. (© Tamtam Film | Foto: NDR)

Eine Schrotthändlerfamilie will den Bankrott abwenden – das geht nur über Diebstahl. Und dann ist da ja noch der fiese Schrott-Konkurrent!t …

Heute bei Arte und bis 21. Mai in der Arte-Mediathek zu finden: Mirko Talhammer (Lucas Gregorowicz) arbeitet für ein Hamburger Versicherungsinstitut, das seine Kunden mit einem Schneeballsystem nach Strich und Faden betrügt. Klar, dass er dabei gut verdient –Mirko ist aber auch hoch verschuldet. Als er vor dem Versicherungsbüro niedergeschlagen wird und erst auf dem Schrottplatz seines Vaters wieder aufwacht, erfährt er: Der Vater ist tot. Schulden, Familienzusammenhalt und die schöne Luzi lassen ihn trotz ständigen Streits mit Bruder Letscho (Frederick Lau) vor Ort bleiben, denn die Talhammers haben Großes vor: einen Waggon voller Kupfer klauen und verkaufen, um die Pleite ihres Betriebs abzuwenden.

Das aber kriegt Letscho ohne logistische Hilfe nie hin. Außerdem ist da noch Gegenspieler Kercher, der Talhammers Platz schon lange kaufen will und vor keiner Intrige zurückschreckt. Ein unerbittlicher Zweikampf beginnt … Regisseur Max Zähles Komödie lebt von ihren guten und trockenen Dialogen, und sie gibt ihre Figuren nie dem Gelächter preis – im Gegenteil: Der Film ist eine ästhetisch konventionelle, aber liebevolle Hommage an die Spezies der aussterbenden Schrotthändler, die mit allen Mitteln um ihre Existenz kämpfen müssen.

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