URBANE KULTUR

Shisha-Boom – warum der Hype um die Wasserpfeife noch lange nicht vorbei ist

Shisha klassisch

Das normale Rauchen hat seinen Status aus den Sechziger- und Siebzigerjahren längst eingebüßt. Es ist nicht mehr cool, zum Glimmstängel zu greifen. Anders sieht es mit alternativen Raucharten aus.

E-Zigaretten, leicht zu Shishas umzufunktionieren und Wasserpfeifen in all ihren Ausprägungen sind beliebt. Es ist gar ein Hype um sie gewachsen. Doch woran liegt das und was ist zu beachten?

Shisha rauchen als Gesellschaftsevent

Während bei einer gewöhnlichen Party die Raucher das Feld verlassen und mindestens auf den Balkon, wenn nicht gar vor die Tür gehen müssen, ist das Anzünden einer Shisha ein Gesellschaftsevent. Immer mehr Personen treffen sich zum Shisha rauchen. Aber warum und wo liegt der Unterschied?

  • Suchtbefriedigung Rauchen – geraucht wird, um den Drang nach Nikotin zu befriedigen. Oftmals steckt auch eine Gewohnheit dahinter – es wird die nächste Zigarette angezündet, um weil das Gespräch länger dauert.
  • Shisha rauchen – natürlich kann Tabak mit Nikotin verwendet werden. Der klassische, nikotinhaltige Tabak ist heute aber weniger gefragt. Stattdessen wird die Shisha gemeinsam genossen. Der Genuss wird hier von der Gemeinsamkeit, der Gemeinschaft und der Ruhe, die vom Abwarten auf den nächsten Zug ausgeht, beschrieben.

In vielen Kulturen ist die Shisha ein echtes Kulturgut. So ist es kein Wunder, dass die Shisha in Wettbüros ebenso vorzufinden ist, wie auf größeren Feiern. Dabei steht die Shisha durchaus als eine Form der Friedenspfeife, denn während des Genusses wird geredet, nicht gekämpft oder gestritten.

In den vergangenen Jahren kam die Shisha auch hierzulande immer mehr an. Nutzten sie einst ›Hippies‹, so ist sie längst in der Gesellschaft angekommen. Das hat diverse Gründe:

  • Aussehen – ganz klassisch: Eine Shisha im Regal oder auf dem Schrank sieht gut aus, während eine Schachtel Zigaretten eher uncool wirkt. Schon ohne sie zu benutzen, versprüht die Wasserpfeife als Dekorationsmittel ihren Charme.
  • Nutzung – beim Zusammenkommen stellt die Shisha den Mittelpunkt dar. Ob nun mehrere Schläuche angeschlossen werden oder ob der eine Schlauch weitergereicht wird – die Shisha verbleibt im Mittelpunkt des Geschehens.
  • Alternativen – rund um die Wasserpfeife haben sich längst Alternativen ergeben. Die E-Shisha mag zwar nicht als dekoratives Stilmittel geeignet sein, doch erlaubt sie den Wasserpfeifengenuss ohne echten Rauch.

Fakt ist, niemand zündet die Shisha an, um ›mal eben eine zu rauchen‹. Die Laufdauer der Shisha gebührt schlichtweg der Entspannung und somit auch oft der Gemeinschaft und des gemeinsamen Genusses.

Tabak mit Geschmackszusätzen

Als die E-Zigarette aufkam, wurde vielerorts gestaunt. Immerhin gab es neben gewöhnlichen Tabakgeschmacksrichtungen nun auch aromatisierte Geschmäcker, die nach Schokolade oder Früchten schmeckten. War das neu? Nein, mit Sicherheit nicht. Die Shisha konnte schon immer in verschiedenen Geschmacksrichtungen genossen werden – und das sogar ganz ohne Nikotin. Die E-Zigarette mag zwar das Verdampfen statt Verbrennen auf den Markt gebracht haben, doch Kirsche, Banane oder Schokolade wurde mit Wasserpfeifen lange zuvor inhaliert. Allgemein gilt:

  • Tabak – der nikotinhaltige Tabak kann, muss aber nicht genutzt werden.
  • Geschmacksrichtungen – viele Geschmacksrichtungen sind frei von Nikotin, wobei natürlich auch nikotinhaltiger Tabak untergemischt werden kann.
  • Dampfsteine – die Shiazo sind ein Ersatzprodukt, welches es ermöglicht, auf den Tabak zu verzichten. Sie sind meist aromatisiert und enthalten kein Nikotin. Zugleich ist die Rauchentwicklung recht stark.
  • Gesundheit – bei sämtlichen Stoffen, die verbrannt und schließlich eingeatmet werden, sind natürlich gesundheitsgefährdende Stoffe vorhanden. Auch bei einer Wasserpfeife werden Schadstoffe eingeatmet. Die Mär, dass der eingeatmete Rauch durch das Wasser gefiltert wird, ist falsch. Da die Wasserpfeife seltener genutzt wird, als eine herkömmliche Zigarette, sind die Folgen natürlich nicht ganz so drastisch.

Alternativ zur echten Wasserpfeife ist die E-Shisha auf dem Markt. Sie orientiert sich an den E-Zigaretten und ist ebenso nikotinfrei und in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Je nach Modell handelt es sich um E-Shishas, die wiederbefüllbar und somit auch aufladbar sind oder reine Einmalmodelle.

Wo lässt sich eine Shisha kaufen?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, eine Shisha zu erwerben. Die Erste ist in einem speziellen Geschäft, welches natürlich nicht überall vorhanden ist. Die zweite Option ist das Internet. Grundsätzlich gilt:

  • Informieren – gerade Erstkäufer sollten sich ausreichend informieren. Bei einer echten Shisha lässt sich beim Kauf jedoch nicht allzu viel falsch machen. Letztendlich interessiert es das Equipment nicht, welcher Tabak genutzt wird. Zu überlegen ist nur, ob die Shisha rein für eine Person gedacht ist oder auch in größerer Runde genutzt werden sollte. Im letzten Fall sollte die Wasserpfeife schon die Option bieten, weitere Schläuche anzuschließen. Nicht jeder möchte sein Mundstück mit anderen teilen.
  • Vergleichen – der Preisvergleich gelingt im Internet ganz einfach. Wichtig ist allerdings, auf einen guten Händler mit einem sicheren Versand zu setzen. Es wäre zu schade, wenn die Wasserpfeife auf dem Transportweg geschädigt wird. Einfacher ist das mit der E-Shisha, da diese ohnehin einer Box geliefert wird und zudem kaum zerbrechliche Teile aufweist.
  • Tabak – ob mit oder ohne Nikotin: er darf in Deutschland ausschließlich Personen ab achtzehn Jahren verkauft werden. Das gilt natürlich auch für die Shiazu-Steine. Grundsätzlich sollten Käufer bei den Tabakprodukten auf eine gute Qualität achten und nur bei zertifizierten Händlern einkaufen.

Wer noch nie mit einer Shisha in Berührung kam, dem kann nur geraten werden, bei sich in der Umgebung eine Shisha-Bar aufzusuchen und sich vor Ort einmal genauer umzusehen. Wenngleich die Handhabung der Wasserpfeife recht leicht ist, so gibt es doch Fehler, die vermieden werden sollten. Wer hingegen bereits über eine Erfahrung verfügt, der kann mühelos im Internet nach der nächsten Shisha schauen.

Foto: alle Bilder von Awesome Sauce Creative / Unsplash.com

Fazit – die Shisha im Mittelpunkt

Die echte Shisha besitzt eine unheimliche Gravitation, die alles um sich herum vereint. So lässt sich der Wasserpfeifengenuss gut beschreiben, denn die Wasserpfeife ist immer im Zentrum der Genießer. Sie vereinen sich um das Rauchgerät und genießen es in einer lockeren Gruppe. Kein Wunder also, dass die Shisha in immer mehr Haushalte einzieht. Dank der verschiedenen Geschmacksrichtungen und der Möglichkeit, selbst Nikotin auszuweichen, bietet sie sich somit auch für diejenigen an, die das Rauchen an sich ablehnen. Alternativen sind die E-Shishas, die den Genuss noch einmal vereinfachen.