URBANE KULTUR

Shisha: Kein Trend, sondern große Tradition

shisha pfeife mit grünem schlauch

So mancher Trend wirkt sich nachhaltig auf die Geschäftszeilen der Großstädte aus. Zu Beginn des letzten Jahrzehnts entstand gefühlt an jeder Straßenecke in Berlin, München oder Köln ein Laden, der Bubble Tea verkaufte. Der kurzlebige Trend hielt nicht lange an, die Läden verschwanden und machten Platz für Burgerbuden. Auch dieser Trend hat seine Hochphase hinter sich, wenngleich deutlich mehr Burgerbuden als Bubble Tea-Läden überlebten.

Shisha-Bars reihen sich auf den ersten Blick in die Liste der Trends ein. Zu kurz gesehen ist diese Meinung. Die Wasserpfeife ist weit mehr als nur ein Trend – sie ist eine Tradition und auch immer mehr junge Erwachsene kaufen sich in Online-Shops wie Shishadampf.de eine Shisha, um im privaten Rahmen mit ihren Freunden zu rauchen.

Symbol der Gastfreundschaft

In den modernen Shisha-Bars in den Städten sitzen die Gäste eng zusammen. Es herrscht eine lockere Atmosphäre, die Wasserpfeife geht reihum. Ganz so muss es auch vor über 600 Jahren gewesen sein, als die Tradition für Shisha ihren Ursprung nahm. Historiker vermuten den Ursprung der Hookah, wie sie vor allem im amerikanischen Raum bezeichnet wird, im antiken Iran oder heutigem Indien. Sogar die alten Ägypter sollen ein Gerät, ähnlich der Shisha, für gemeinschaftliche Anlässe genutzt haben.

Die Wasserpfeife diente bereits in der Antike der Wahrung des Gemeinschaftsgefühls. Sie stand für Gastfreundschaft, das gemeinsame Rauchen wurde unter Freunden und engen Bekannten zelebriert. Mit der Kolonialisierung durch die westliche Welt wurden viele Errungenschaften des Orients nach Europa exportiert. Auf diesem Wege kam auch die Wasserpfeife hierher. Shisha rauchen ist daher weit mehr als nur ein Trend, der ähnlich wie Bubble-Tea oder Burgerläden in Berlin bald wieder verschwinden wird. Das rauchen ist auch Teil der Tradition arabischer Länder und längst ein fester Teil der urbanen Kultur in Deutschland.

Aufbau einer Wasserpfeife

Überall auf der Welt haben sich unterschiedliche Namen für die Wasserpfeife durchgesetzt.

Shisha ist der gängige Begriff in Deutschland, in den USA oder Großbritannien wird von Hookah gesprochen. Wie sie auch genannt wird – die Wasserpfeife ist immer gleich aufgebaut. Sie besteht aus einem Glasgefäß, auch Bowl oder Vase genannt. In dem Gefäß wird reines Wasser erhitzt. Die Rauchsäule wird auf dem Glasgefäß befestigt. Meist ist sie aus Metall gefertigt, Modelle aus Holz sind ebenfalls verfügbar. Ein Druckventil an der Rauchsäule erlaubt das bewusste Kontrollieren des Rauchs.
Der Kopf einer Wasserpfeife wird auf der Rauchsäule befestigt. Dort wird der Tabak hineingelegt. Möglich ist es, den Kopf aus Früchten zu nutzen, um dem Rauch mehr Aroma zu vermitteln. Gängig sind jedoch Modelle aus Keramik, Glas oder Stein. Das wesentliche Element ist der Schlauch, bestehend meist aus Silikon oder Leder. An dem Schlauch wird an der Shisha der Rauch angezogen. Je nach Modell besitzen Wasserpfeifen unterschiedlich viele Schlauchanschlüsse.

Für jeden Geschmack

Hinsichtlich von Größe, Form und Aussehen sind der Fantasie bei einer Hookah keine Grenzen gesetzt. Das gilt auch beim Tabak für Shishas. Er unterliegt beim Verkauf § 10 des Jugendschutzgesetzes in Deutschland, Händler dürfen nur an Personen ab 18 Jahren verkaufen.
Shisha Tabak ist feuchter als gewöhnlicher Tabak. Dadurch verbrennt er langsamer und bildet den typischen weißen Rauch. Frische, fruchtige Tabaksorten bei einer Shisha sind besonders gefragt. Für die unterschiedlichen Geschmäcker sind daneben auch Sorten und Mischungen mit Schokolade oder Kaffee erhältlich.

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