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Siril Malmedal Hauge: Slowly Slowly

„Slowly Slowly“ von Siril Malmedal Hauge ist nicht einfach nur das x-te nette Jazzpopding aus dem hohen Norden, sondern eine richtig ambitionierte Bandproduktion.

Siril Malmedal Hauge, Portrait im grauen Mantel
Foto: Erlend Saeverud

Gleich mal eine klare Ansage im Opener „Sense of Lilac“: Die betörende Stimme von Siril Malmedal Hauge gegen das kompromisslose Jazzbrett ihrer Band. Will so viel sagen wie: Das ist jetzt hier nicht das x-te nette Popjazzding aus dem hohen Norden, sondern eine richtig erwachsene und ambitionierte Bandproduktion mit hohem Anspruch an Songlyrik und instrumentaler Umsetzung. Haben wir verstanden. Na ja, und dann kann sich die Norwegerin Siril Malmedal Hauge in der Folge auch mal wieder in die balladeske Kuschelecke zurücklehnen, ohne dabei im Trondheimer Allerlei zu verrecken. Bei all dem bleibt viel Raum für Martin Myhre Olsens verhallte Saxofonelegien und die songdienliche Rhythmusarbeit von Bassist Martin Morland und Schlagzeuger Henrik Lødøen. Zwischendurch gefällt sich das Album in psychedelischen Eskapaden, die sicherlich nicht zwingend sind – aber konsequent, denn „Slowly Slowly“ ist auch und insbesondere in diesen Momenten dankenswerter Weise kein Hörerlebnis aus der Kategorie Easy Listening.

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