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Stalk: Die Rache eines Computernerds auf One und in der Mediathek

Als Lucas zu studieren beginnt, mobbt man ihn. Als Hacker und Stalker schlägt er zurück. „Stalk“ läuft auf One und in der ARD-Mediathek.

Lucas (Théo Fernandez) ist das, was man gemeinhin Computergenie nennen würde. Aber er steht noch ganz am Anfang seiner Karriere, beginnt doch gerade erst sein Informatik-Studium an einer renommierten Hochschule in Frankreich. Stalk heißt die Serie, die jetzt auf One anläuft und in der ARD-Mediathek gestreamt werden kann. Schon im ersten Seminar gelingt es ihm, ein Problem zu lösen, das vor ihm seit Jahren niemand hingekriegt hat. So toll der Eindruck beim Professor, so stark das Bedürfnis eines anderen Studenten, Lucas zu demütigen. Am ersten Abend in der Fachschaft mixt man ihm Hochprozentiges in die Getränke und dann auch noch Urin, bemalt den Oberkörper, filmt das alles und stellt es in die sozialen Netzwerke. Am nächsten Morgen ist Lucas das Gespött der Uni. Doch der Nerd hat seine eigenen dunklen Geheimnisse, und die offenbart er ganz langsam – nicht den Gegenspielern, sondern uns, den Zuschauenden.

Die französische Serie Stalk macht es einem nicht leicht. Auf der einen Seite ist Lucas ein Opfer, dem alle Sympathien gehören. Gleichzeitig aber hat er viele fiese Tricks auf Lager, und schnell merkt man, dass der Junge schon früher als Außenseiter Mechanismen erlernte, die nicht zum feinen sozialen Ton gehören. Ein Faible für digitales Stalking hat Lucas jedenfalls nicht in der ersten Folge in drei Minuten gewonnen.

Wohl aber arbeitet er sich rein. Wie hackt man ein digitales Gerät wie zum Beispiel die Kamera eines Handys oder eines Laptops? Schon die Problemlösung im Seminar führt ihn auf die Spur. Da hat er einem Hasen, der beide Ohren drehen kann, eine Programmierung verpasst, die die Ohren nacheinander drehen ließ, indem er zuerst den Treiber runterlud, ihn umprogrammiert und dann wieder neu installierte. Genauso macht er es jetzt mit den Treibern der Kameras und Mikorofone von den mobilen Endgeräten seiner Gegner. Er verfolgt sie beim Chatten, beim Tanzen und Vögeln in ihren privaten Räumen, er merkt sich ihre Schwächen, ihre Vorlieben, ihre Marotten. Und: Er feilt an seiner Rache. Stalk läuft nicht nur in der ARD-Mediathek. Im Pay-TV kann die Seria auch auf Sony Channel gesehen werden.

Ein solcher Held wie Lucas in Stalk macht es einem nicht leicht, ihn zu mögen. Genau das aber will die Serie, und das macht sie so gut. jw

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