„The Night Agent“ in Staffel 3: Die Dialektik des Verrats
Gabriel Basso als Night Agent Peter Sutherland ist zurück! Staffel 3 der Geheimdienstthrillerserie „The Night Agent“ handelt von der nächsten tödlichen Verschwörung rund ums Weiße Haus und kann ab sofort bei Netflix gestreamt werden.
Nur ein Jahr nach der zweiten Staffel kommt die Geheimdienstthrillerserie „The Night Agent“ mit Staffel 3 zurück. Peter Sutherland wandelt erneut auf schmalem Grat zwischen Landesverteidigung und Verrat. Gabriel Basso, der inzwischen von Regisseurin Kathryn Bigelow in „A House of Dynamite“ und von Clint Eastwood in „Juror #2“ die höheren Weihen der Schauspielkunst erhalten hat, darf den unermüdlichen Agenten erneut spielen und im Kampf gegen Landesfeinde und korrupte Verräter bis an die Grenzen seiner Kraft gehen. „The Night Agent“ kann bei Netflix gestreamt werden.
„The Night Agent“ ist eine seltsam disparate Serie, was die Qualität als Geheimdienstthriller anbetrifft. Filmästhetisch als Serie solide und spannungsreich inszeniert, zeigt sie relativ detailliert, wie Verschwörung im Kontext von Finanztransaktionen funktioniert – ohne Geld ist halt einfach nichts los. Andererseits sind die Spielräume der Handlung doch immer eng umrissen. Das Weiße Hause hier, irgendwo anders auf der Welt der zweite Schauplatz. Immer mittendrin: Peter Sutherland beziehungsweise im Weißen Haus die Personenschützerin Chelsea Arrington (Fola Evans-Akingbola), die für die Sicherheit des Präsidenten und dessen Frau zuständig ist. Der Präsident heißt inzwischen Richard Hagen, ist jung und hat absolut nichts mit Donald Trump zu tun, eine realistische Einbettung der Serie ungerähr in unsere Wirklichkeit kann man getrost vergessen. Gleichwohl reichen Verschwörungen in US-Film- und Serienproduktionen schon immer gerne bis ins Zentrum der Macht. Ein Flugzeugabschuss über Mittelamerika, kriminelle Finanzaktivitäten zur Unterstützung von Terroristen und eine wilde Verfolgungsfahrt durch Istanbul wirken sich deshalb immer bis ins Weißen Haus aus und bestimmen nicht nur die ersten Folgen der neuen Staffel von „The Night Agent“. Peter Sutherland hat also wieder alle Hände voll zu tun. Dabei befindet er sich immer noch in einer Abhängigkeit zum Waffenhändler Jacob Monroe (Louis Herthum, „Peripherie“), der ihn erpresst und den er im Auftrag seiner Chefin gleichzeitig abschöpfen soll. Monroe beginnt sich wie auch Sutherland für die Geldtransfers zu interessieren, die zum Abschuss des Flugzeugs geführt haben, und kriegt überhaupt Handlungsminuten mit vielen Rückblenden für eine genauere Charkterisierung und seinen Werdegang. Und während ein Killer in unbekanntem Auftrag zu morgen beginnt, arbeitet Sutherland immer intensiver mit der Finanzjournalistin Isabel De Leon (Génesis Rodríguez) zusammen, um die kriminellen Finanzströme aufzudecken. Ein Wettlauf gegen das nächste große Attentat beginnt.
Nach den explosiven Ereignissen der zweiten Staffel muss Night Agent Peter Sutherland einen jungen Finanzbeamten aufspüren, der sich nach dem Mord an seinem Chef mit sensiblen Informationen der Regierung nach Istanbul abgesetzt hat. Dadurch wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt und Peter muss ein Netzwerk für schmutziges Geld untersuchen. Gleichzeitig muss er Profikillern ausweichen und kommt einer unermüdlichen Journalistin in die Quere. Zusammen geraten die beiden in Lebensgefahr und decken Geheimnisse und alte Feindseligkeiten auf, die drohen, die Regierung in die Knie zu zwingen.