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Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares zeichnet acht Künstlerinnen und Künstler aus

Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares
Von links nach rechts: Patrick Bannwart, David Bösch, Falko Herold, Ines Nieri, Thomas Niehaus, Helge SchmidtMarc Niklas Heinecke

Der Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares, der wichtigste Theaterpreis der Hansestadt, wurde am 1. November bei einer festlichen Gala im Opernloft im Alten Fährterminal verliehen. Ausgezeichnet wurden acht Künstlerinnen und Künstler, die in der vergangenen Spielzeit mit besonderen Leistungen auf den Hamburger Bühnen geglänzt haben. Der Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares wird seit 2006 jährlich an Künstler:innen aus den unterschiedlichsten Bereichen verliehen.

Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares: Auch digitale Inszenierungen berücksichtigt

Letztes Jahr konnte die Verleihung wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden, dafür wurde sie nun umso schöner gefeiert. Conférencier und Künstler Michel Abdollahi führte durch den Abend, den das Ensemble des Opernlofts mit musikalischen Einlagen veredelte. Ein Grußwort kam von Jana Schiedek, Staatsrätin der Behörde für Kultur und Medien.

In verschiedenen Kategorien wurden acht Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet; jeder Preis ist dabei mit 1 000 Euro dotiert. Außerdem erhielten alle Ausgezeichneten einen personalisierten Montblanc-Füller. Erstmals wurden dieses Jahr auch digitale Inszenierungen berücksichtigt – die Theater hatten ja wegen der Pandemie fast eineinhalb Jahre geschlossen, dies hat die Jury berücksichtigt.

Eben für eine herausragende digitale Inszenierung erhielt Helge Schmidt den Preis, für die künstlerische Umsetzung seiner Inszenierung „Tax for free“ am LICHTHOF Theater. Schmidt verknüpft darin den abstrakt-absurden Dreiecks-Aktienhandel „CumEx“ mit Heinrich von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“. Die Inszenierung entstand im Rahmen des innovativen Formates #lichthof_lab, das digitale Bühne, Streaming-Plattform und Experimentierraum zugleich ist.

David Bösch, Patrick Bannwart und Falko Herold bekamen die Auszeichnung für „Weiße Rose“ an der Staatsoper Hamburg. Die Inszenierung verbindet Musikdrama, Bühnenbild und Kostüme (Patrick Bannwart), handgezeichnete Animation (Falko Herold) und Filmkunst (Kamera: Matthias Wittkuhn) zu einem außergewöhnlichen medialen Mix.

In der Kategorie „Herausragender Darsteller“ durfte sich Thomas Niehaus vom Thalia Theater für seine Rolle des Ingwer Feddersen im Stück „Mittagsstunde“ über den Preis freuen, . Seine Kollegin Ines Nieri vom Ernst Deutsch Theater bekam den Preis als „Herausragende Darstellerin“ für ihre gleich vier Rollen in „Tyll“ nach dem Roman von Daniel Kehlmann. In dieser Kategorie gab es noch eine Gewinnerin: Die Hamburger Bühnen-Größe Eva Mattes erhielt die Auszeichnung für ihre Darstellung der Kirke in der Uraufführung von Elfriede Jelineks Theaterstück zur Pandemie: „Lärm. Blindes Sehen, Blinde Sehen!“ am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg.

Und last but not least wurde die Behörde für Kultur und Medien für ihre unermüdliche Unterstützung der Hamburger Theater während der Corona-bedingten Schließungen mit dem Sonderpreis prämiert. So wurde in einzigartiger Weise die Not der Theater abgefedert.

Die Highlights der Preisverleihung sind dieses Jahr erstmals als Stream auf der Webseite des Theaterpreises zu sehen.

Hier noch einmal alle Preisträgerinnen und Preisträger im Video.

Der Jury des Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares gehören an: Dr. Inge Volk – Juryvorsitzende, Jan Peter Gehrckens, Patrick Giese, Christian Hanke, Gunther Mieruch, Maike Schäfer, Elke Westphal (beratend).

Der Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares 2021 wird durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg unterstützt.

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