FILM

Der Rächer von der Teufelsinsel

Mit der französischen Thrillerserie „They Were Ten“ treibt das ZDF seine Zuschauer mal wieder in dich Nachtschicht. Linear kann man den Sechsteiler nonstop auf ZDFneo ab 0 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag sehen. Wem das zu schlafraubend ist, der muss bis zum Sonntagvormittag warten. Ab 10 Uhr steht die Verfilmung von Agatha Christies Roman „Und dann gab’s keines mehr“ in der ZDF-Mediathek zum Streamen bereit.

Die Serie spielt auf zwei Zeitebenen. Auf der einen reisen zehn Menschen auf die Teufelsinsel vor der Küste von Französisch-Guyana. Das gebuchte Luxushotel erweist sich schon auf den ersten Blick als absolut heruntergewirtschaftet. Das Personal besteht aus nur zwei Personen, zu essen gibt es nicht viel, und schon bald stellt sich heraus, dass die Urlauber in großer Gefahr schweben. Die andere Zeitebene spielt später, ist aber der Opener für die Serie. Hier sucht die Polizei eine Frau aus der Gruppe der Urlauber, und die Zuschauer erfahren so, dass das Hotel schon seit Jahren nicht mehr betrieben wird. Die Polizisten Mathieu und Baptista finden auf einem Handy die Videobotschaft der verzweifelten und dem Wahnsinn nahen Nina, nach der sie suchen und die wenige Tage vorher auf dem Festland noch Opfer eines Taschendiebs geworden war.

They Were Ten: Typisch Agatha Christie

Der Plot ist geprägt von den typischen Agatha-Christie-Twists. Gerade noch Unschuldige haben plötzlich Dreck am Stecken, und soeben noch hochgradig Verdächtige sind auf einmal tot. Und natürlich wird die Zehnergruppe systematisch dezimiert, was ihr eine verfremdete Stimme auf einem Computer auch ankündigt: Jede und jeder von ihnen habe jemanden auf dem Gewissen, ist die Ansage, und alle müssten dafür bezahlen. Mit viel Voodoo-Gedöns, Gift und anderen Sperenzien legt der Rächer los. Aber ist er vielleicht gar jemand aus der Gruppe selbst? Die Lage wird immer undurchschaubarer, und als auch noch Leichen am Strand angespült werden, sind selbst letzte Gewissheiten dahin.  jw