FILM

„Tina mobil“: Eine Mutter in Pankow setzt sich durch

Als Tina (Gabriela Maria Schmeide, „Systemsprenger“) plötzlich arbeitslos wird und auf dem Arbeitsamt erfährt, wie  wenig Geld sie kriegen soll, macht sie sich kurzerhand selbständig: Die gefeuerte Bäckereiverkäuferin kauft einen Bäckerwagen, um im Berliner Norden die Käffer anzufahren, in denen kein Supermarkt und keine Bäckerfiliale stehen. Für die Konkurrenz ihrer alten Bäckerei und fünf Minuten vor deren Bäckerwagen …
„Tina mobil“ ist die Serie einer nicht aufgebenden dreifachen Mutter in Pankow. Vor kurzem erst hat sie ihren Mann vor die Tür gesetzt, weil der wieder zu Saufen begonnen hatte. Doch auch jetzt ist nichts, aber auch gar nichts rosig, denn Drehbuchautorin Laila Stieler und Regisseur Richard Huber haben der guten Frau jede Menge Steine in den Weg gelegt, denn Tina dann alle wegräumen muss.
„Tina mobil“ ist eine Miniserie mit vielen komischen Momenten, eine Komödie ist sie nicht. Dafür sind die Themen zu ernst, die Situationen zu prekär, die Charaktere zu ausgeleuchtet und in ihrer Würde aufscheinend. „Tina mobil“ ist eine Serie, die Menschen in Hartz-IV-Milieus aus dem Berliner Osten mit Würde und Durchsetzungsvermögen und viel Kreativität zeigt und dabei unglaublichen Humor entwickelt, ohne dies je auf Kosten ihres Personals zu tun. Die ARD strahlt die Mini-Serie „Tina mobil“ immer mittwochs in Doppelfolgen aus, in der ARD-Mediathek kann sie gestreamt werden. jw

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