URBANE KULTUR

Tollwood Festival: Fighten und feiern

Man kann das Tollwood Festival (26. 11.–31. 12.) in München mit kaum einem anderen Festival hierzulande vergleichen. Das Engagement, mit dem die Festivalleitung das Programm nicht nur auf ein ökologisches Fundament setzt und vom Energieverbrauch über die verzehrten Lebensmittel bis hin zur Auswahl der Künstler alles diesem ökologischen Programm unterordnet, sucht seinesgleichen. Dass man Fridays for Future unterstützt, ist deshalb eine Selbstverständlichkeit. Vor kurzem supportete das Festival auch die Demo „Mia ham’s satt“ des gleichnamigen Aktionsbündnisses für eine neue Agrar- und Verkehrspolitik und initiierte Klimastreiks gegen das Klimapaket der Bundesregierung, kurz: Tollwood ist zivilgesellschaftlich in München so präsent wie nie. Und als ob das noch nicht genug wäre, startet Ende des November auf der Theresienwiese auch noch das Tollwood Winterfestival.
In diesem Winter präsentiert Tollwood die erfolgreichste Produktion der ungarischen Compagnie Recirquel (Video; Foto auf der Homepage: © Attila Nagy). Die Nouveau-Cirque-Compagnie entführt die Besucher ins Paris der 1930er-Jahre und bettet von Akrobatik über Tanz bis hin zu Musik alle Darbietungen in das dekadente Flair der damaligen Zeit. Inspiriert für dieses Programm wurde die Compagnie von den Fotografien des vielseitigen ungarischen Fotografen Brassai, dessen legendärer Bildband über Paris wie das Programm der Compagnie Recirquel „Paris de Nuit“ heißt. Sonntags und zwischen den Jahren kann ein Vier-Gänge-Menü in Bioqualität dazugebucht werden. jw

 

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