Island jubelt

Wenn ein Fußballspieler pantomimisch eine Angelrute auswirft und ein anderer Spieler einen Fisch spielt, der anbeißt und zappelnd eingeholt wird, darf man sicher sein: Es hat mal wieder der isländische Erstligist UFC Stjarnan getroffen und bejubelt jetzt sein Tor. Seit Jahren hat die Mannschaft weltweit ihre Fans – nur wegen ihrer Jubelchoreografien. Ganz so durchgedreht ist die isländische Nationalmannschaft nicht, die am Sonntag gegen Frankreich im EM-Viertelfinale steht. Dafür hat sie aber anderes geleistet: Erstmals spielt ein Land mit der Einwohnerzahl von Berlin Mitte bei einem Fußballländerturnier und ist dabei auch noch bis unter die besten Acht gekommen. Und als ob das nicht schon genug wäre, haben sie auch noch die sympathischsten Fans. Irgendwie verrückt, diese Insel, auf der nur fünf Monate im Jahr Fußball gespielt werden kann.

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