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Trigonometry: Wahlverwandtschaften in Londoner Wohngemeinschaft

Schon bevor die Ray bei Gemma und Kieran einzieht – und das ist nach wenigen Minuten in der ersten Folge der Serie Trigonometry der Fall – wird klar, was im Mittelpunkt dieser Serie steht: das Liebes- und Sexleben der drei. Kieran kommt von seiner Schicht als Notfallsanitäter nach Hause, während Gemma sich zu Hause mit einem Sexvideo bereits auf Stimmung bringt – da steht Ray vor der Tür. Sie will sich für das inserierte Zimmer bewerben. Kieran und Gemma nehmen sie sofort auf. Wenige Wochen später befinden sie sich in einer beginnenden Dreierbeziehung, mit allen Problemen, die dabei nur auftauchen können.

Eingebettet ist dieser Plot in weitere Handlungsstränge: Die finanzielle Situation von Gemma und Kieran in London ist prekär: Der Notfallsaniäter und die Cafébetreiberin leben ökonomisch am Limit. Allein deshalb haben sie eine Untermiete angeboten. Ray schließlich lebte bis jetzt nur bei ihren Eltern. Sie war Olympionikin im Synchronschwimmen und musste ihre Karriere nach einem Trainingsunfall beenden. Jetzt will sie lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.

Trigonometry dekliniert die Möglichkeiten durch, die entstehen, wenn drei Personen sich gleichzeitig wechselseitig anziehend finden. Und sich darauf einlassen. Die Serie arbeitet explizit mit sexuellen Wünschen und Handlungen, das Drehbuch steckt voller komischer Momente und Dialoge, kurz: Die BBC-Produktion macht alles richtig: Regie führte die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari, die schon früher mit Filmen wie Attenberg die lesbische Liebe ins Zentrum der Handlung rückte.

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