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TV-Tipp: James Bond im Fernsehen mit „Skyfall“

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Nachdem M16-Agent James Bond "007" (Daniel Craig) nach seinem letzten Auftrag untergetaucht war, kehrt er nun zurück, um die Rachepläne des Cyberterroristen Raoul Silva an seiner Vorgesetzten M zu vereiteln.Foto: RTL / Danjaq, LLC, United

Endlich läuft der neue James Bond auch bei uns im Kino. Wer „Keine Zeit zu sterben“ noch nicht gesehen hat – oder ihn gerade gesehen hat – bekommt jetzt die Gelegenheit, zurückzublicken. Und zwar auf den Bond-Teil, der oft als einer der besten gilt, seit Daniel Craig die Rolle des britischen Geheimagenten übernommen hat. Lest hier, was wir im Jahr 2012 über den Film geschrieben haben:

Vordergründig geht es im 23. Bond-Film um 007s Kampf gegen einen sehr persönlich motivierten Bösewicht, der M töten will. Doch unter der spektakulären Oberfläche wird Fundamentales verhandelt, von Coen-Brüder-Kameramann Roger Deakins in grandiosen, raumtiefen Bildern eingefangenen; das, was der neue, nerdige Q (Ben Wishaw) „die Unvermeidlichkeit der Zeit“ nennt: Bond, der MI6, Spionage, Explosionen, Geheimwaffen, Schurkenjagd – ist das (und damit auch die Bond-Filme) im Zeitalter von Highspeedinternet, Webterrorismus und transparenter Demokratie nicht Ausdruck einer abgelaufenen Weltsicht?

Bürokrat Mallory (Ralph Fiennes) will M (Judi Dench) in Rente schicken, und auch 007 (Daniel Craig) legt er den Ruhestand nahe: „Das ist ein Spiel für junge Männer.“ Bond kontert soziologisch: „Jugend ist keine Garantie für Innovation“ – und geht los, die Schlagkraft traditioneller Geheimagentenarbeit zu beweisen: den Schurken jagen, mit Explosionen und Geheimwaffen, darunter dem Besten aus der Vergangenheit und der Besinnung auf die eigene Historie.

Am Ende, wenn der schottische Nebel sich gelichtet hat, hat Bond den Kreis geschlossen, der mit „Casino Royale“ begann und in „Ein Quantum Trost“ unzureichend weitergezeichnet wurde: Er ist in der Gegenwart angekommen – und doch an seinem Anfang, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

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