FILM

TV-Tipp: Jennifer Lopez und George Clooney in „Out of Sight“

Out of Sight
Bild: ZDF/Merrick Morton

Jack Foley ist Bankräuber. Keiner von der harten Sorte, eher ein charmanter, geheimnisvoller. Karen Sisco ist US-Marshal. Nicht der sanfte Typ, eher taff und beflissen. Als sich ihre Wege kreuzen, müssen Dieb und Polizistin zugeben, daß das Gesetz zwischen ihnen steht. Nicht aber zwischen ihren Gefühlen.

Clooney und Lopez sind das knisternde Duo extraordinaire in Soderberghs süffisantem Krimi, der Elmore Leonards coole, dialogstarke Gangstergeschichte elegant in eine kunstvolle Struktur einwebt. Aufgebrochene Chronologie, eingefrorene Bilder und die respektvollste Liebesszene des Jahres verweisen auf Soderberghs frühere Filme (darunter „Sex, Lügen und Video“).

Der Rest hingegen ist purer Leonard im Stile von „Get Shorty“: fingerschnippende Lässigkeit und freakige Nebenfiguren in einer lockeren, swingenden Inszenierung. Clooney gibt seinen Helden nicht als machohaften womanizer, sondern als sanften Gauner in der Krise, und Lopez‘ spielt, als träte sie liebend gern jedem Kerl zwischen die Beine, der meint, schöne Frauen definierten sich über die Tiefe des Dekolletés. „Out of sight“ ist ein funkelndes Goldstück mit makelloser Gravur. Dafür hat Clooney damals seine „Batman“-Rolle sausen lassen. Weise, der Mann.

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