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TV-Tipp: „Ritter aus Leidenschaft“ mit Heath Ledger

Ritter aus Leidenschaft
© 2003 Sony Pictures Television International. All Rights Reserved

Ein Historienfilm als Sportlergeschichte: Der junge William wird im Mittelalter zum gefeierten Turnierkämpfer. Unser Filmtipp

Sport: Motivator der Massen, Tummelplatz von Männlichkeit, Freundschaft und Ehre. Sieger nehmen alles, Verlierer den Platz auf der Krankenbahre ein. Das war – lässt man sich auf Helgelands altertümlichen Sportfilm ein – auch im Mittelalter nicht anders.

Der Junker William (feurig: Ledger, „Der Patriot“) tritt heimlich an die Stelle seines toten Ritters und wird zum umjubelten Lanzenduell-Reiter. Mehr braucht es nicht, um ein Idol des Volkes zu schaffen. Stolz und tugendhaft kämpft William auch gegen den Schurken um die Gunst einer holden Maid. Die Eigenschaften eines guten Sportsmannes sind damals wie heute dieselben. Unterstützt von seinen Helfern – der taffen Schmiedin, dem eloquenten Redner, dem cleveren Dicken – reitet der löwenherzige Jüngling von Erfolg zu Erfolg; begleitet von stampfender Musik und eingerahmt in kraftvoll-rasante Bilder, die wie im US-Sportfilm die Dynamik der Leibesübung ästhetisch aufgreifen.

Die Idee, das Mittelalter im Rhythmus eines Rocksongs zu inszenieren, erweist sich als kongenialer Streich: Auch vor 500 Jahren hielt man Schlachtengesänge im Pub ab, lag dem Sportidol zu Füßen und tanzte Discofox. Der Underdog ist natürlich adeliger als seine blaublütigen Kontrahenten und bricht am Schluss im wahrsten Sinne des Wortes eine Lanze für Edelmut. So ist der Aufstieg des reitenden Popstars nicht nur ein schönes feelgood movie, sondern auch die Story einer Heldengeburt durch eine Mutter namens Arena. Die Symbolik der Lanze muss hier nicht weiter analysiert werden. Hauptsache, der Film rockt. Das tut er.

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