MUSIK

Umme Block: Musikalischer Eskapismus in „Blue Hour“

Umme Block verstehen sich auf Synthetik. Treibende Beats, schiebende Bässe und flirrende Synthesizer sind elementarer Bestandteil des Haussounds des Münchner Duos. Nachdem im Januar des letzten Jahres das Debüt „25 Hours“ erschienen ist, gibt es mit „Blue Hour“ nun erstmals wieder neue Musik der zwei Frauen.

Die blaue Stunde hat ja bekanntlich schon die Malereien der Romantik geprägt. Kein Wunder, dass auch Klara Rebers und Leoni Klinger sich von dem kurzen Moment zwischen Tag und Nacht haben inspirieren lassen. In ihrem Song interpretieren sie die blaue Stunde als Möglichkeit, dem Alltag mit all seinen Strukturen zu entfliehen und in eine andere Welt abzutauchen.

„Kurz bevor es dunkel und still wird, genau in der Lücke zwischen Tag und Nacht, öffnet sich eine Luke in die innere Welt“, schreibt das Duo in der Beschreibung des Videos. „Wir tanzen uns mühelos frei, umgeben von schwebenden Soundscapes, antreibenden Beats und rasenden Synthesizerläufen.“ Das Video selbst setzt genau dies in Szene, indem Klinger und Rebers in eine Parallelwelt abtauchen, eine Kapsel, die losgelöst und ganz für sich ist.

Vielleicht haben Umme Block genau damit die beste Analogie für ihre eigene Musik geschaffen. Denn wenn das dicht arrangierte Gewirr aus Synthesizer, Beats und Bässen eines ermöglicht, dann ist es das kurze Abtauchen in eine andere Welt. Eskapismus, ja. Aber geil.

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